Krankenhaus / Schule / Altenpflege / Fahrzeug‑Kompatibilität – vollständig anpassbar! Die Experten Liu Hao und Liu Deqiang von der Fudan-Universität analysieren die All‑Bereich‑Lichtreinigungslösung.
Am 11. September fand der „Fudan‑Licht“‑Salon‑Reihe per Livestream auf Ming Classroom und dem Video‑Kanal „Lao Hong über Lampen“ statt. Dabei wurden die beiden zentralen Forschungs‑ und Entwicklungs‑Alumni des mit dem Excellence‑Preis 2026 ausgezeichneten Projekts „Entwicklung eines Photokatalysator‑Luftdesinfektionsgeräts“, Liu Hao und Liu Deqiang, als Gäste eingeladen, um eine vollständige Präsentation von den Grundprinzipien bis hin zur industriellen Umsetzung zu halten.

Der Gast Liu Hao ist ein Fudan‑Alumnus; er schloss sein Bachelorstudium an der Fudan‑Universität im Jahr 1998 ab, ist Gründer und Geschäftsführer der Sichuan Ousheng Optische Instrumente GmbH und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Präzisionsoptikbranche, wobei er sich auf die Bereiche Beleuchtung und Bildgebung spezialisiert hat.
Der Gast Liu Deqiang ist ebenfalls ein Fudan‑Alumnus; er schloss 1991 sein Bachelorstudium im Fach Chemie an der Fudan‑Universität ab, ist seit Langem in den Bereichen Materialwissenschaft und Chemie tätig und derzeit Chefingenieur bei Shanghai Lantai Huanyu Technology Co., Ltd.
Die Veranstaltung wurde vom Sekretär des Fudan‑Alumni‑Vereins für Beleuchtung, Hong Bing, sowie Chefredakteur von China Light All Media, moderiert und simultan auf dem Ming‑Classroom‑Kanal „Fudan‑Licht“ sowie dem Video‑Kanal „Lao Hong über Lampen“ übertragen.
Von Materialien zum Produkt: Ein Technologieansatz, der als Initialzündung dient
Zu Beginn seiner Ausführungen erläuterte Liu Hao die Ursprünge des Projekts. Das Vorhaben basiert auf einem Kerntmaterial von Liu Deqiang; das eigene Produkt zu entwickeln, ergab sich daraus, dass dieses Material auf dem Markt noch keine ausgereifte Anwendung besaß. Allein die Vermarktung des Materials allein würde nur schwer Vertrauen aufbauen, weshalb man sich entschied, mit einem ersten Prototypen voranzugehen und so die Branche dazu anzuregen, diese Technologie gemeinsam einzusetzen – damit möglichst viele Verbraucher von den Vorteilen des neuen Materials profitieren können. Anschließend bat er seinen Teamkollegen, Herrn Gong, ans Mikrofon, der die technischen Aspekte ausführlich erläuterte.
Kernprinzipien und vier wesentliche Durchbrüche
Im Zentrum des Photokatalysator‑Luftdesinfektionsgeräts stand zunächst die Erklärung der Funktionsweise durch Herrn Gong. Diese Technologie nutzt UVA‑Licht mit einer Wellenlänge von 365 nm, um ein vielfältiges Nanomaterial auf Titanbasis zu bestrahlen. Nach der Absorption der Lichtenergie werden hochreaktive Elektronen‑Loch‑Paare erzeugt: Die Löcher oxidieren organische Verbindungen, reagieren mit Wasser zu Hydroxyl‑Radikalen und mit Sauerstoff in der Luft zu Superoxid‑Radikalen. Diese Radikale zerstören direkt die Molekülstrukturen von Formaldehyd, Benzol und anderen flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und oxidieren sie vollständig zu harmlosen Produkten wie Kohlendioxid und Wasser; hinsichtlich der bakteriziden und viruziden Wirkung werden die Proteinhüllen sowie das genetische Material von Bakterien und Viren irreversibel geschädigt, was zu einer effizienten Inaktivierung führt.

Herr Gong betonte besonders, dass das Oxidationspotential der Hydroxyl‑Radikale sehr hoch ist – nur Fluor weist ein noch höheres Potential auf – und deutlich über dem üblicherweise eingesetzten Ozon liegt. Diese Radikale greifen sämtliche organischen Substanzen gleichermaßen an, sorgen für eine vollständige Mineralisierung und verfügen über eine breite Abbaukapazität. Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktivkohlefiltern oder HEPA‑Filtern, die auf physikalischer Adsorption beruhen und leicht gesättigt werden, bleibt das Photokatalysatormaterial selbst unverändert, gibt keine flüchtigen Stoffe ab und unterliegt keinem Abrieb.
Was die technischen Durchbrüche betrifft, fasste Herr Gong diese in vier Punkten zusammen:
- Erstens wurde eine synergistische Dotierung mit verschiedenen Edelmetallen vorgenommen, wodurch eine effizientere Reaktionsfläche entstand; die Konzentration negativer Sauerstoffionen stieg signifikant an, und die Ziel‑Zersetzungsrate erhöhte sich um ein Vielfaches.
- Zweitens wurde ein sechseckiger Wabenfilter mit 45‑Grad‑Schrägöffnungen als Träger verwendet und mehrschichtig gestapelt, wodurch die Anzahl der katalytischen Aktivitätszentren sowie die spezifische Oberfläche pro Einheit deutlich erhöht wurden.
- Drittens wurde durch eine sechseckige Wabenstruktur aus Aluminium in Kombination mit einem hochdichten UV‑Array‑Anregungssystem die , wodurch die effektive Bestrahlungsfläche stark vergrößert wurde.
- Viertens wurde eine eigenständig entwickelte implementiert; mittels über zehn Arbeitsschritten wurde eine Beschichtung auf dem , wodurch eine Haftfestigkeit nach Klasse‑0 erreicht wurde und eine Lebensdauer von fünf bis zehn Jahren ohne Austausch gewährleistet ist.

Darüber hinaus stellte Herr Gong die vom Team selbst entwickelte vor, die durch die Schaffung heterogener Strukturen und die Erweiterung des Spektrums der Lichtreaktionen die Rekombination von Ladungsträgern unterdrückt und die Quanteneffizienz erheblich steigert; insgesamt übertrifft diese Technologie die Leistungsfähigkeit gängiger Photokatalysatoren auf dem Markt. Die Beschichtungstechnologie wiederum benötigte zwei Jahre, um das katalytische Material stabil auf der Waben‑Aluminiumplatte zu fixieren – die Wahl fiel auf Aluminium, da es über eine ausreichende spezifische Oberfläche verfügt, einen niedrigen Luftwiderstand aufweist und gegen Luftströmungen beständig ist; die Haftfestigkeit wurde zudem durch umfassende Tests von Midea sowie mehreren Automobilherstellern bestätigt.
Sichere Konstruktion: Kein Ozon, Mensch‑Maschine‑Koexistenz
Auf die häufige Branchenfrage, ob das Gerät Ozon produziere, erklärte Herr Gong, dass 365 nm langwelliges UV‑Licht mit sehr geringer Energie sei und daher nicht mit dem Sauerstoff in der Luft reagiere; prinzipbedingt werde also kein Ozon gebildet. Auch die Ergebnisse unabhängiger Tests liegen weit unterhalb der nationalen Grenzwerte. Im Gegensatz dazu erzeugen herkömmliche 254‑nm‑UV‑Lampen, wenn sie nicht mit einem Filter gegen 185‑nm‑Strahlung ausgestattet sind, nahezu zu 100 % Ozon. Da das Gerät weder ionisierende Strahlung noch sekundäre Verschmutzung verursacht, ermöglicht es eine sichere Koexistenz von Mensch und Maschine. Das Material unterliegt keiner regelmäßigen Wechselhäufigkeit; innerhalb von fünf bis zehn Jahren müssen keine Verbrauchsmaterialien ausgetauscht werden. Zudem verfügt das Gerät über ein patentiertes „Lichtschloss“‑System, das UV‑Strahlung vollständig abschirmt; unabhängige Messungen haben nahezu null Leckage festgestellt.

Diagramm zur Beziehung zwischen Umweltbelastung und Kreuzinfektion
Angesichts des Problems traditioneller Desinfektionsgeräte, die nach dem Ausschalten schnell wieder zu wirken beginnen, erklärte Herr Gong, dass herkömmliche Geräte im Intervallbetrieb arbeiten: Bei Einschaltung lassen sie Bakterien und Viren rasch absterben, doch sobald sie ausgeschaltet werden, kehren sie schnell zurück. Dieses neue Produkt hingegen kann rund um die Uhr betrieben werden und hält die Konzentration von luftgetragenen Mikroorganismen und Schadstoffen konstant auf einem sehr niedrigen Niveau, wodurch sekundäre Kreuzinfektionen bereits an der Quelle vermieden werden. Als Beispiel führte er seine eigene Büroumgebung an: Während der Grippesaison mussten früher oft die Hälfte der Mitarbeiter krankheitsbedingt fehlen; seit der Installation des Geräts arbeiten nun alle Mitarbeiter ohne Ausnahme, und im Büro kam es in den letzten zwei Jahren zu keinem einzigen Grippeausbruch.
Als integriertes Produkt für „Beleuchtung + Reinigung“ wird auch die Beleuchtungsfunktion entsprechend optimiert: Es kommt eine Vollspektrum‑Lichtquelle sowie amerikanische Vollspektrum‑LEDs zum Einsatz, wodurch der Farbwiedergabeindex 98 erreicht und eine gute Blendschutzkonstruktion gewährleistet ist.
Vergleich mit herkömmlichen Technologiestrategien
Herr Gong zog außerdem einen horizontalen Vergleich mit den gängigen Technologien auf dem Markt an.

Verlauf der Abbauleistung über die Zeit
HEPA‑Filter plus Aktivkohle basieren auf physikalischer Adsorption; mit zunehmender Nutzung sammelt die Aktivkohle Schadstoffe an, der Filter verstopft, und schon nach drei bis fünf Tagen Betrieb nimmt die Effizienz des neuen Geräts ab; unter schlechten Bedingungen ist der Filter innerhalb von zehn Tagen praktisch gesättigt und neigt dazu, saure oder muffige Gerüche zu entwickeln. UV‑C‑Photokatalysatoren auf dem Markt zielen meist auf physische Zerstörung ab; dabei bleiben tote Winkel zurück, Formaldehyd lässt sich nur schwer abbauen, die Lampen altern schnell und es besteht das Risiko von Ozonlecks; Hochspannungs‑Technologien wie Ozon‑ oder Plasma‑Geräte erzeugen fast zu 100 % Ozon, und die Elektroden müssen regelmäßig gewartet werden; negative Sauerstoffionen‑Geräte setzen hauptsächlich auf Adsorption und Sedimentation von Staub, sind jedoch kaum bakterizid, und die Elektroden können Ozon freisetzen; zudem müssen sie regelmäßig ausgetauscht werden. Im Vergleich dazu setzt dieses Produkt vor allem auf chemische Zersetzung: Es beseitigt TVOC, Formaldehyd und Viren bereits an der Quelle, ohne auf physikalische Adsorption zu setzen, und ermöglicht eine 24‑Stunden‑Koexistenz von Mensch und Maschine.
Unabhängige Tests und Anwendungsbeispiele
Was die Nachweisführung der Wirksamkeit betrifft, stellte Herr Gong eine Reihe von Testergebnissen unabhängiger, renommierter Prüfinstitute vor:
: In einer 30‑Kubikmeter‑Kammer, über zwei Stunden gemessen, lag die tatsächliche Freisetzung bei 0,002 mg/m³ – weit unterhalb des nationalen Grenzwerts von 0,1 mg/m³.
: In derselben Kammer, nach einer Stunde, lag die Abtötungsrate bei über 99 %.
: In der 30‑Kubikmeter‑Kammer, nach zwei Stunden, lag die Sterberate bei über 98 %.
: In der 30‑Kubikmeter‑Kammer, nach zwei Stunden, lag die Beseitigungsrate bei über 99,9 %.
: Am gesamten Gerät, in einem Abstand von 30 cm, lag die UV‑Intensität unter 1 µW/cm² – deutlich unterhalb des nationalen Grenzwerts von 5 µW/cm².
: Alle Indikatoren erfüllten die Anforderungen.
: Für hochgefährliche Karzinogene der Klassen A und B lag die Beseitigungsrate nach zwei Stunden bei über 99 %; für Karzinogene der Klasse 2 lag die Beseitigungsrate nach zwei Stunden bei 96 %.
Im Hinblick auf die Anwendungsbereiche deckt das Produkt Schulen, Büros, Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Kinderkrippen, Krankenhäuser, Hotels, Regierungs‑ und Unternehmensbüros, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Kinderzimmer, Zimmer für ältere Menschen sowie Badezimmer ab; darüber hinaus auch enge Räume wie Tierunterkünfte, Tierhaltungsbetriebe, ökologische Gemüsegärten, Fahrzeug‑ und Bahnhofshallen sowie Fabrikhallen, sterile Räume und Labore ab.
Das Produkt ist bereits in verschiedenen Formen erhältlich: Deckenmontage mit Beleuchtung, Wandmontage, mobile Bodenmodelle, Fahrzeugmontage sowie integrierte Versionen; die integrierten Modelle lassen sich nach der Installation wie Flachlampen nutzen und bieten gleichzeitig Desinfektions‑ und Reinigungsfunktionen. Typische Anwendungsbeispiele sind die Notaufnahme und die Intensivstation des Provinzkrankenhauses Sichuan, das forensische Untersuchungszentrum des Provinzpolizeiamts, Gemeindekrankenhäuser sowie das Basislager des Chinesischen Panda‑Schutz‑Zentrums in Mianyang.
Im Anschluss fügte Liu Deqiang weitere Informationen zur industriellen Umsetzung hinzu. Die praktische Anwendung gliedert sich in mehrere Hauptbereiche:
Medizinischer Bereich: Ursprünglich war das Produkt während der COVID‑19‑Pandemie darauf ausgerichtet, das Coronavirus zu eliminieren; aktuell kooperiert man mit dem Guangzhou‑Institut für Atemwegsgesundheit (mit Akademiker Zhong Nanshan als Namenspatron);
Tierhaltungsbereich: Man arbeitet derzeit mit mehreren großen, bekannten Unternehmen im Land zusammen;
Automobilbereich: Vier der wichtigsten heimischen Autohersteller befinden sich bereits in der Phase der Probefahrten.
Allerdings räumte er ein, dass die nationalen Standards für Luftdesinfektion noch in der Ausarbeitung sind und voraussichtlich erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden; daher bleibt die allgemeine Anerkennung und breitere Markteinführung noch ein Stück entfernt.
Interaktive Fragerunde
Nach der Präsentation nahm Moderator Hong Bing die Fragen aus dem Live‑Chat auf und führte mit den beiden Experten eine Diskussion durch. Nachfolgend sind die wichtigsten Fragen und Antworten dieser Session wiedergegeben.
F: Was ist das grundlegende Funktionsprinzip des Photokatalysator‑Luftdesinfektionsgeräts? Wie bewirken 365 nm UVA‑Licht und das vielfältige Nanomaterial auf Titanbasis gemeinsam eine effiziente Desinfektion und Reinigung?
Liu Deqiang: Der Photokatalysator ist im Grunde ein photokatalytisches Material, das an der Reaktion teilnimmt, aber selbst nicht verbraucht wird; es wandelt Lichtenergie in chemische Energie um und erzeugt Hydroxyl‑Radikale. Diese Radikale verfügen über eine starke Oxidationskraft, vergleichbar mit einer Temperatur von 2.200 Grad Celsius; mithilfe dieser Oxidationskraft werden organische Verbindungen, Bakterien und Viren oxidiert und unschädlich gemacht – ihre Oxidationskraft übertrifft sogar die von Ozon. Hydroxyl‑Radikale existieren nur sehr kurz und sind an die Oberfläche gebunden; sie verdampfen nicht in die Luft und wirken nur, wenn sie mit der Oberfläche in Kontakt kommen. Daher sind sie für den Menschen völlig ungefährlich und gehören zu den kontakthafteren Reaktionen.
Moderator fragt nach ob das Material tatsächlich keinen Abrieb erleide.
Liu Deqiang antwortete, dass das Material solange vorhanden ist und drei Bedingungen erfüllt, gilt: Erstens muss Luft vorhanden sein, damit Sauerstoff und Wasser in Hydroxyl‑Radikale und negative Sauerstoffionen umgewandelt werden; zweitens braucht es eine Energiequelle, nämlich die 365‑nm‑UV‑LEDs. Der Moderator fragte daraufhin: Wenn 365 eine begrenzte Lebensdauer hat und sich abbauen kann, warum spricht man dann von „null Verbrauchsmaterialien“? Liu Hao erklärte, dass 365 zwar tatsächlich abnutzt, doch durch eine reduzierte Leistungsaufnahme die Lebensdauer verlängert werden kann; die LED‑Glühbirne gibt angeblich etwa 30.000 Stunden her, bei einer Nennleistung von 2 Watt, doch tatsächlich werden nur 0,5 bis 1 Watt genutzt – das entspricht einer Leistungsreduktion von über 50 %; dadurch entsteht weniger Wärme, und die Licht‑ sowie Strahlungseffizienz steigen sogar an.
F: Welche wesentlichen Unterschiede bestehen im Vergleich zu herkömmlichen Filter‑Luftreinigern hinsichtlich Wartungskosten und langfristigen Betriebskosten?
Liu Hao: Traditionelle Produkte erfordern regelmäßigen Austausch von Aktivkohle und Filtern, da sie leicht gesättigt werden; die angegebene Lebensdauer beträgt sechs Monate oder ein Jahr. In Umgebungen mit hoher Schadstoffbelastung sind die Filter oft bereits nach ein bis zwei Monaten gesättigt und müssen ausgetauscht werden; andernfalls sinkt die Effizienz erheblich und es können Rückstände wie saure Gerüche oder sekundäre Verschmutzungen entstehen. Das Photokatalysatormaterial und die LEDs dieses Produkts sind dagegen langfristig ausgelegt; im Betrieb sind praktisch keine Verbrauchsmaterialien erforderlich.
Moderator fragt nach: Wenn Staub auf die LEDs und das nanoskalige Titan‑Material fällt, beeinträchtigt dies dann die Desinfektionsleistung?
Liu Deqiang antwortete, dass das Material selbst reinigend wirkt; es zersetzt organische Substanzen, und Staub, der sich haften bleibt, enthält zwangsläufig organische Bestandteile, die ebenfalls abgebaut werden. Daher bleibt die Oberfläche, die vom Licht beleuchtet wird, stets sauber. Experimentelle Tests haben gezeigt: Selbst bei normaler Luftzirkulation über ein Jahr bleibt der Filter äußerst sauber; in Raucherbereichen verfärbt sich die beleuchtete Oberfläche nicht, während die unbeleuchteten Bereiche gelb werden und rauchige Rückstände aufweisen.
F: Die Quanteneffizienz wurde um über 50 % gesteigert, die Gesamt‑Katalysatoreffizienz liegt um das Zehnfache über dem marktüblichen Niveau – wie wurden diese Meilensteine durch Materialformulierung und strukturelle Verfahren erreicht?
Liu Deqiang: Dies erfolgte hauptsächlich in zwei Bereichen. Erstens die Materialsynthese: Üblicherweise beträgt die Bandlücke von Nano‑Titandioxid 3,2 Elektronenvolt; viele Elektronen bleiben unbewegt und werden somit verschwendet. Wir haben daher eine dreifache Struktur entwickelt und eine Zwischenschicht aus Edelmetall eingebaut, wodurch die Bandlücke effektiv verringert wurde. Zweitens die Beschichtungstechnologie: Normalerweise wird das katalytische Material mit Klebstoff aufgetragen, wodurch die Oberfläche des Materials bedeckt wird und der Kontakt mit Luft und Wasser eingeschränkt wird; unsere Kerntechnologie verzichtet jedoch vollständig auf Klebstoff und bringt das Material direkt auf die Metalloberfläche auf, wodurch die Materialausnutzung erheblich gesteigert wird.
F: Das Produkt deckt Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Büros, Hotels, Tierhaltungsbetriebe und andere Anwendungsbereiche ab – wie steht es derzeit mit der Markteinführung? Welche Pläne gibt es für die weitere Expansion des Produkts und der Einsatzmöglichkeiten?
Liu Deqiang: Im Bereich der Pflegeeinrichtungen liefert man bereits regulär an mehrere Altenheime in Fujian und Guangdong; im Krankenhaussegment kooperiert man mit dem Guangzhou‑Institut für Atemwegsgesundheit, wo bald Prototypen erscheinen und unter deren Namen vermarktet werden sollen; in der Industrie sind einige große Fabriken in Dongguan mit Maschinen unter 1.500 Quadratmetern bereits seit zwei bis drei Monaten im Einsatz; im Automobilbereich haben einige der vier wichtigsten heimischen Autohersteller bereits die Endmontage‑Tests begonnen, während andere gerade die Ausschreibungen abschließen und prüfen. Das Produkt wird hinter dem Klimaanlagenfilter im Auto als Modul installiert und gehört damit zum Vorinstallationsmarkt.
Liu Hao ergänzte: Im Exportbereich legt man den Schwerpunkt auf Nordamerika; einige Händler bei Amazon haben bereits Muster angefordert, um Probleme mit Katzenstreupfannen und unangenehmen Gerüchen in Tierunterkünften zu lösen; mit Großkunden wie Changhong kann man sowohl komplette Geräte als auch Komponenten sowie ganze technische Lösungen liefern. Der Fahrzeugluftreiniger soll im Oktober auf den Markt kommen und als kleines Gehäuse im Auto installiert werden, um Formaldehyd und unangenehme Gerüche zu beseitigen.
Weitere Diskussionen
Abgesehen von den oben genannten Kernfragen stellten die Zuschauer im Live‑Chat noch einige praktische Fragen, die Moderator und Gäste vor Ort gemeinsam erörterten.
Bezüglich der Geruchsneutralisation im Badezimmer erklärte Liu Hao, dass Badgerüche im Vergleich zu extremen Gerüchen deutlich schwächer sind; bereits nach wenigen Minuten Einschalten lassen sich die Gerüche beseitigen; wenn man Leistung und Energieverbrauch berücksichtigt, kann man die Betriebsgeschwindigkeit etwas drosseln – solange das Gerät rund um die Uhr läuft, bleibt das Badezimmer praktisch geruchsfrei.
Bezüglich der Frage, ob im Raum Ozongerüche auftreten könnten, ob VOCs wirklich eliminiert werden können und ob die Rauchentfernung wirksam ist, erklärte Liu Deqiang, dass 365 nm kein Ozon erzeugt; VOCs, sofern sie flüchtige organische Verbindungen sind, können problemlos entfernt werden – gemessen mit einer 48‑W‑Maschine in einem 30‑Kubikmeter‑Raum liegt die Beseitigungsrate nach einer Stunde bei etwa 90 %; was den Rauch betrifft, so liegt die Nikotin‑Beseitigungsrate nach einer Stunde gemäß nationalen Standards bei 99,999 % (unabhängige Testergebnisse).
Bezüglich der Desinfektionsfläche und Strahlungsparameter sagte Liu Deqiang, dass die Desinfektionsfläche hauptsächlich von Leistung und Luftstrom abhängt; 365 nm selbst strahlt keine UV‑Strahlung nach außen ab, und die Strahlungsintensität pro Oberfläche unterliegt bestimmten Normen, sodass je nach Situation und Bedarf unterschiedliche Strahlungsstärken konzipiert werden können.
Der Moderator fragte nach, ob eine längere Bestrahlung des menschlichen Körpers Auswirkungen haben könnte; Liu Hao erläuterte, dass das Produkt über ein „Lichtschloss“‑System verfügt, das UV‑Strahlung vollständig im Inneren des Geräts abschirmt; die Luft wird erst nach der Behandlung wieder nach außen geleitet, und unabhängige Tests haben die UV‑Strahlung auf Null reduziert. Liu Deqiang ergänzte, dass bei längerem Gebrauch tatsächlich eine Redox‑Reaktion abläuft und ein weiteres Nebenprodukt, negative Sauerstoffionen, entsteht, wodurch sich die Luft frischer anfühlt.
Zusammenfassung
Der Salon bot eine umfassende Darstellung eines preisgekrönten Innovationsprojekts – von der Materialentwicklung und den technischen Durchbrüchen über die Prototypen‑Tests bis hin zur industriellen Umsetzung in zahlreichen Anwendungsbereichen. Die interdisziplinäre Verbindung von optischer Ingenieurwissenschaft und Materialchemie eröffnet einen neuen Ansatz für die Luftreinigung in öffentlichen Räumen: „Null Verbrauchsmaterialien, kein Ozon, Koexistenz von Mensch und Maschine“.
ENDE
Anmerkung: Der Inhalt dieses Artikels basiert auf der Aufzeichnung der Präsentation von Herrn Liu Hao und Herrn Liu Deqiang am 11. September 2026 zum Thema „Entwicklung eines Photokatalysator‑Luftdesinfektionsgeräts“ auf Ming Classroom und wurde von Ming Classroom zusammengestellt und veröffentlicht.
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