Drei Monate lang hing es in der Luft! Der Antrag auf Insolvenz‑Reorganisation des Mehrheitsaktionärs von Sanan Optoelectronics wurde zurückgezogen.
Am Abend des 2. September gab Sanan Optoelectronics (600703) bekannt, dass das Unternehmen kürzlich von seinem Mehrheitsaktionär, der Xiamen Sanan Electronics Co., Ltd. (im Folgenden „Sanan Electronics“), die Mitteilung erhalten habe, dass die Gläubigerin Lin Suzhen von Sanan Electronics sowie des indirekten Mehrheitsaktionärs, der Fujian Sanan Group Co., Ltd. (im Folgenden „Sanan Group“), beim Mittleren Volksgericht der Stadt Xiamen in der Provinz Fujian (im Folgenden „Xiamen‑Mittelgericht“) einen Antrag auf Rücknahme des Insolvenz‑ und Sanierungsverfahrens gegen Sanan Electronics und Sanan Group gestellt hat; das Xiamen‑Mittelgericht hat diesem Antrag bereits stattgegeben.
Sanan Optoelectronics erklärte, das Unternehmen verfüge über eigenständige, vollständige Geschäftsbereiche und eine unabhängige Unternehmensführung und sei in den Bereichen Geschäftstätigkeit, Personal, Organisation, Vermögenswerte und Finanzen unabhängig vom Mehrheitsaktionär. Derzeit verläuft die Produktion und das operative Management des Unternehmens normal.
Die konkreten Gründe für die Rücknahme wurden in der Mitteilung nicht offengelegt.
Zurückblickend hatte Sanan Optoelectronics am 11. und 12. Juni dieses Jahres in zwei separaten Bekanntmachungen mitgeteilt, dass die Gläubigerin Lin Suzhen von Sanan Electronics sowie des indirekten Mehrheitsaktionärs Sanan Group beim Xiamen‑Mittelgericht Anträge auf Einleitung eines Insolvenz‑ und Sanierungsverfahrens gegen beide Gesellschaften eingereicht hatte.
Zu jener Zeit hielt Sanan Electronics 1,13 Milliarden Aktien von Sanan Optoelectronics, was 22,65 % der Gesamtaktien des Unternehmens entsprach; davon waren rund 625 Millionen Aktien verpfändet und mehrfach gepfändet. Die Sanan Group hielt etwa 182 Millionen Aktien von Sanan Optoelectronics, entsprechend 3,66 % der Gesamtaktien; davon waren 169 Millionen Aktien verpfändet und mehrfach gepfändet.
In seiner damaligen Mitteilung wies Sanan Optoelectronics darauf hin, dass im Falle einer formellen Annahme des Insolvenz‑ und Sanierungsantrags durch das Gericht sowohl die Sanan Group als auch Sanan Electronics in das entsprechende Verfahren eintreten würden, was sich möglicherweise auf die Eigentümerstruktur und die Kontrollverhältnisse bei Sanan Optoelectronics auswirken könnte. In der vor wenigen Tagen veröffentlichten Halbjahresmitteilung betonte das Unternehmen zudem, dass diese Angelegenheiten vorläufig keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kontrollverhältnisse oder die Unternehmensführung des Unternehmens haben werden, jedoch wenn die eingefrorenen Aktien nicht ordnungsgemäß gelöst werden und der Insolvenz‑ und Sanierungsantrag vom Gericht tatsächlich angenommen wird, sich dies negativ auf die Stabilität der Eigentümerstruktur und der Kontrollverhältnisse auswirken könnte.
Die Rücknahme des Insolvenz‑ und Sanierungsantrags bedeutet, dass sich erstmals ein substanzieller Wendepunkt abzeichnet, nachdem über Sanan Optoelectronics längere Zeit die dunkle Wolke einer möglichen Insolvenz‑ und Sanierung durch die Mehrheitsgesellschafter geschwebt hatte.
Die Rücknahme des Sanierungsantrags hat unmittelbar zur Folge, dass der Mehrheitsaktionär kurzfristig nicht mehr wegen des Insolvenz‑ und Sanierungsverfahrens mit einer zwangsweisen Veräußerung seiner Beteiligung rechnen muss, wodurch das Risiko für die Stabilität der Eigentümerstruktur und der Kontrollverhältnisse deutlich sinkt. Allerdings werden dadurch weder die Liquiditätsbelastungen auf Ebene des Mehrheitsaktionärs noch der Status der Aktienpfändungen automatisch aufgehoben; zudem handelt es sich lediglich um die Rücknahme durch eine einzelne Gläubigerin – weitere Rücknahmen durch andere Gläubiger sind daher nicht ausgeschlossen.
Zudem bleibt die Unternehmensperformance weiterhin unter Druck. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Sanan Optoelectronics einen Umsatz von 6,468 Milliarden Yuan, ein Rückgang von 28,04 % gegenüber dem Vorjahr; der Nettogewinn zugunsten der Muttergesellschaft belief sich auf -97,9045 Millionen Yuan, ein Minus von 155,47 % gegenüber dem Vorjahr.
Im Einzelnen erwirtschaftete das Segment LED‑Epitaxialchips einen Umsatz von 3,103 Milliarden Yuan, ein Plus von 11,81 % gegenüber dem Vorjahr; das Segment LED‑Anwendungsprodukte erzielte 1,683 Milliarden Yuan, ein Zuwachs von 17,62 %; das Segment integrierter Schaltkreise verzeichnete 1,268 Milliarden Yuan, ein Rückgang von 15,40 %. Während des Berichtszeitraums war das LED‑Geschäft insgesamt profitabel, das Geschäft mit integrierten Schaltkreisen dagegen defizitär.

(Quelle: Halbjahresbericht von Sanan Optoelectronics)
Das Unternehmen veröffentlichte zudem aktuelle Fortschritte hinsichtlich einer zusätzlichen Aktienaufstockung: Laut einer Mitteilung vom 31. August 2026 konnte der stellvertretende Vorsitzende und Generaldirektor Lin Kechuang aufgrund einer angeordneten Untersuchungshaft den geplanten Aufstockungsplan nicht umsetzen. Da die Frist für die Aufstockung nun kurz vor Ablauf steht, hat der Vorstandsvorsitzende Lin Zhiqiang die Aufstockung der Unternehmensanteile im Namen des Generaldirektors vorgenommen; Höhe und Frist der Aufstockung bleiben unverändert.
Am 31. August 2026 stockte Lin Zhiqiang über das System des zentralen Auktionshandels 770.000 Aktien auf, was etwa 0,02 % der Gesamtaktien des Unternehmens entspricht; der Wert dieser Aufstockung beläuft sich auf 9,977 Millionen Yuan. Bis zum Zeitpunkt der Mitteilung hatte Lin Zhiqiang insgesamt 3,57 Millionen Aktien aufgestockt, was rund 0,07 % der Gesamtaktien entspricht; der Gesamtwert dieser Aufstockungen beträgt 49,8578 Millionen Yuan. Damit ist der aktuelle Aufstockungsplan vollständig abgeschlossen.