Umfassende Analyse der Energieeinsparung in der Gebäudebeleuchtung: Ein vollständiger Leitfaden von der Auswahl der Anwendungsszenarien bis zur praktischen Umsetzung
Am Abend des 11. Mai fand der von der Licht‑Alumni‑Vereinigung der Fudan‑Universität betreute und vom China‑Light‑Net·Ming‑Klassenzimmer organisierte, mit Unterstützung der Zhejiang Qicheng Electrical Co., Ltd. durchgeführte „Fudan‑Licht“‑Salon erfolgreich statt. Nach dem letzten Thema „Beleuchtungseinsparung – jetzt ist die richtige Zeit“ zum Thema Tiefgarage präsentierte dieser Salon nun das Kapitel „Gebäude“, das sich auf eine breitere Palette von Szenarien zur Energieeinsparung in der Gebäudebeleuchtung konzentriert. Zhou Xiang, Gründer von Desui Lighting Technology und Alumnus des Physik‑Instituts der Fudan‑Universität, trat erneut als Hauptredner auf.

Redner: Zhou Xiang
Er erläuterte systematisch die Logik, die technischen Lösungen sowie die praktischen Erfahrungen der energetischen Sanierung in fünf großen Gebäudeszenarien – Fabrik, Krankenhaus, Büro, Gewerbekomplex und Lager‑Logistik – und bot Branchenfachleuten ein umsetzbares Rahmenkonzept für die Umsetzung von Beleuchtungseinsparungen.
Warum ist gerade jetzt der beste Zeitpunkt für Beleuchtungseinsparungen?
Zu Beginn seiner Ausführungen betonte Zhou Xiang erneut die zentrale Einschätzung, dass „Beleuchtungseinsparungen jetzt angesagt sind“. Diese Schlussfolgerung beruht auf drei entscheidenden Entwicklungen:
1. Technologische Reife und optimales Kosten‑Nutzen‑Verhältnis: Moderne Technologien wie hoch effiziente LEDs, Radarsensoren und Bluetooth‑Kommunikation haben bedeutende Fortschritte gemacht; ihre Preise sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Sowohl produktionsbezogene als auch managementorientierte Energieeinsparungen sind nun unter realistischen Bedingungen großflächig umsetzbar.
2. Explodierender Modernisierungsbedarf im Bestandsbestand: Seit 2015–2016 wurden LED‑Leuchten flächendeckend eingeführt. Da LEDs eine lange Lebensdauer besitzen, sind viele bereits seit über fünf Jahren im Einsatz und weisen häufig einen starken Lichtstromrückgang auf. Bei manchen Leuchten liegt die aktuelle Lichtausbeute nur noch bei 30–40 lm/W – weit unter dem heutigen Niveau von 180–200 lm/W. Der Austauschbedarf ist daher dringend.
3. Zusammenspiel aus wirtschaftlicher Lage und Doppel‑Kohlenstoff‑Zielsetzung: Unternehmen stehen heute vor einem akuten Kostensenkungsdruck; energetische Modernisierungen senken unmittelbar die Betriebskosten und entsprechen zugleich den politischen Leitlinien der nationalen Doppel‑Kohlenstoff‑Strategie. So vereinen sie ökonomische und gesellschaftliche Vorteile.
Lehrer Zhou Xiang erklärte, dass die Kernlogik der Beleuchtungseinsparung stets auf dem doppelten Antrieb von „Produkt‑Einsparung + Management‑Einsparung“ beruht: Einerseits wird durch die Steigerung der Lichtausbeute bei gleicher Leuchtdichte die Leistungsaufnahme reduziert; andererseits ermöglicht intelligente Steuerung eine bedarfsgerechte Beleuchtung. In Kombination lassen sich so Gesamteinsparquoten von 60 % bis 90 % erreichen, mit einer Amortisationszeit von meist 1–2 Jahren.
Die Logik der energetischen Sanierung in fünf zentralen Gebäudeszenarien
Lehrer Zhou Xiang erläuterte, dass bei der Beurteilung, ob ein bestimmtes Szenario für eine energetische Sanierung geeignet ist, drei wesentliche Indikatoren zu berücksichtigen sind:Die Leuchtkraft darf nicht zu niedrig sein, die Vielfalt der Leuchten sollte begrenzt bleiben und die tägliche Brenndauer nicht zu kurz ausfallen, denn diese drei Faktoren bestimmen gemeinsam, ob sich die Investition in eine energetische Modernisierung wirtschaftlich lohnt.
Nach diesem Maßstab gehören Fabrik, Krankenhaus, Büro, Gewerbekomplex und Lager‑Logistik zu den fünf Gebäudeszenarien mit dem höchsten Modernisierungspotenzial.
01 Fabrik: Das Szenario mit dem größten Einsparpotenzial
Die Fabrik erfüllt alle drei Kriterien: Die Produktionsanforderungen sorgen für lange Beleuchtungszeiten (meist über 12 Stunden, bei Dreischichtbetrieb sogar rund um die Uhr); die Leuchten sind in wenigen Typen standardisiert (hauptsächlich Industrie‑ und Bergbau‑Leuchten, T8‑Röhren sowie Panel‑Leuchten); zudem sind die Anforderungen an die Beleuchtungsstärke hoch, was insgesamt zu einem hohen Energieverbrauch führt.

1. Traditionelle Metallhalogenid‑Leuchten erreichen lediglich etwa 60 lm/W; moderne Hochleistungs‑Industrie‑Leuchten bringen es hingegen auf 200 lm/W – allein durch den Austausch lässt sich die Stromersparnis auf über 50 % steigern;
2. Herkömmliche T8‑Röhren können von 18 W auf 9 W gedrosselt werden; durch die Verengung des Abstrahlwinkels lässt sich die Lichtverteilung optimieren – im Extremfall reichen sogar 6-W‑Röhren aus, um die ursprüngliche Tischbeleuchtung von 18 W zu erreichen;
3. Übliche Panel‑Leuchten liegen bei 80–85 lm/W; hoch effiziente Panel‑Leuchten schaffen 175–180 lm/W – eine 36-W‑Panel‑Leuchte benötigt nur noch 20 W, um dieselbe Helligkeit zu erzeugen.
Lehrer Zhou Xiang schätzt, dass eine durchschnittliche Fabrik von 10.000 m² (bei 12 Arbeitsstunden pro Tag und 26 Arbeitstagen im Monat) jährlich rund 60.000 Yuan an Stromkosten einsparen kann; bei Dreischichtbetrieb beträgt die jährliche Einsparung sogar bis zu 150.000 Yuan.
02 Krankenhaus: Ein unterschätztes, hervorragendes Modernisierungsszenario
Krankenhäuser gehören zu den Schwerpunktszenarien, die Lehrer Zhou Xiang in letzter Zeit besonders intensiv bearbeitet hat; ihr Modernisierungspotenzial ist äußerst bemerkenswert:

1. Lange Beleuchtungszeiten: Öffentliche Bereiche sind rund um die Uhr beleuchtet, andere Bereiche verbleiben im Durchschnitt mehr als 12 Stunden täglich im Licht;
2. Einheitliche Leuchtenstandards: Vorherrschend sind Downlights, T5‑Integrationsgestelle und Panel‑Leuchten – die Modernisierungskosten sind relativ gering;
3. Die Energieeffizienz bestehender Leuchten ist oft sehr niedrig: Selbst bei Markenprodukten liegt die Lichtausbeute meist zwischen 70 und 85 lm/W – hier besteht erheblicher Austauschbedarf.
Das Projekt, das das Team von Zhou Xiang derzeit in einem Krankenhaus in Peking umsetzt, ermöglicht der Einrichtung allein durch die Beleuchtungssanierung jährliche Stromersparnisse von 1 Million Yuan; die Amortisationszeit beträgt weniger als zwei Jahre, was von den Kunden hoch geschätzt wird. Darüber hinaus wird die im September 2027 in Kraft tretende neue Energieeffizienznorm für LED‑Produkte den Austauschbedarf bestehender, ineffizienter Leuchten weiter ankurbeln.
03 Gewerbekomplex: Die Sanierung öffentlicher Bereiche steht im Mittelpunkt
Bei Gewerbekomplexen liegt der Schwerpunkt der Modernisierung auf den öffentlichen Bereichen (Common Areas). Mietbereiche sind wegen ihrer komplexen Leuchtenstandards und der von den Mietern getragenen Stromkosten relativ schwierig zu sanieren. Die Sanierung der Gemeinschaftsbereiche muss sowohl Energieeinsparungen als auch das Kundenerlebnis berücksichtigen:

1. Die öffentlichen Bereiche eines Einkaufszentrums müssen eine ausreichende Beleuchtungsstärke aufrechterhalten, um ein angenehmes Einkaufserlebnis zu gewährleisten; dabei gilt es, die Lichtqualität zu bewahren und gleichzeitig die Lichtausbeute zu erhöhen – beispielsweise können Downlights mit Wandwascheffekt 130 lm/W erreichen und somit sowohl den Lichtfleck als auch das Einsparziel optimal kombinieren;
2. In den Bürobereichen können intelligente Sensoren dafür sorgen, dass die Lichter bei Anwesenheit eingeschaltet und bei Abwesenheit abgeschaltet werden, wodurch der Energieverbrauch außerhalb der Stoßzeiten weiter gesenkt wird.
04 Büro‑Szenario: Intelligenz ist der zentrale Ansatz
Im Büro hängt die Energieeinsparung stärker von fein abgestimmten intelligenten Steuerungssystemen ab:

1. Anpassung an Überstunden: Großräume können in Zonen unterteilt werden; nur die Bereiche mit Personen bleiben normal beleuchtet, während die übrigen Bereiche abgedunkelt oder ganz ausgeschaltet werden;
2. Konstante Beleuchtungsregelung: Die Fensterbereiche passen die Lichtleistung automatisch an die natürliche Lichtintensität an – bei ausreichendem Tageslicht wird die Leuchtleistung entsprechend reduziert;
3. Mehrsystem‑Kopplung: Die Leuchten können mit Klimaanlagen, Vorhängen und anderen Systemen verbunden werden, sodass Geräte bei Anwesenheit automatisch eingeschaltet und bei Abwesenheit wieder ausgeschaltet werden; zudem lassen sich verschiedene Modi für Konferenzräume, offene Arbeitsbereiche usw. per Knopfdruck umschalten.
05 Lager‑Logistik: Ein kosteneffizientes Modernisierungsszenario
Lager‑ und Logistikbereiche bieten ebenfalls ein äußerst hohes Modernisierungspotenzial:
1. Stabile Beleuchtungsanforderungen: Lager sind meist geschlossene Räume, die sowohl tagsüber als auch nachts kontinuierlich beleuchtet werden müssen; die Beleuchtungszeit liegt im Allgemeinen zwischen 12 und 24 Stunden;
2. Einfache Leuchtenstandards: Vorherrschend sind leistungsstarke Industrie‑ und Bergbau‑Leuchten sowie T8‑Röhren – die Austauschkosten sind niedrig;
3. Großer Spielraum für Management‑Einsparungen: Das Personal bewegt sich in festen Mustern; mittels Radarsensoren können Bereiche für Warenein- und -ausgänge automatisch beleuchtet werden, während unbelegte Bereiche mit niedriger Helligkeit betrieben werden – so lässt sich die Stromersparnis weiter steigern.
Lehrer Zhou Xiang erklärte, dass die Einsparquote nach der Modernisierung in Lager‑Szenarien im Allgemeinen über 70 % liegt – damit gehört dieses Szenario zu denjenigen mit dem besten Kosten‑Nutzen‑Verhältnis.
Praxisnahe Umsetzung: Der vollständige Prozess von der Erkundung bis zur Übergabe
Lehrer Zhou Xiang stellte den standardisierten Implementierungsablauf für energetische Modernisierungsprojekte vor:
1 Ortsbesichtigung
Es wird ein Informations‑Erhebungsbogen ausgefüllt, in dem Position, Marke, Leistung, Größe, Farbtemperatur, durchschnittliche tägliche Beleuchtungszeit sowie Stromtarif jeder Leuchtenart erfasst werden; zudem werden Fotos der Leuchten sowie deren Typenschilder aufgenommen, um die Machbarkeit des Projekts vorläufig zu beurteilen.
2 Entwurf des Sanierungsplans
Die vorhandenen Leuchten werden auf ihre Leistungsfähigkeit hin geprüft; entsprechende hoch effiziente bzw. intelligente Ersatzprodukte werden ausgewählt; anschließend werden die Einsparquoten, die jährliche Stromersparnis sowie die Amortisationszeit für jede Leuchtenart berechnet, um einen vollständigen Modernisierungsplan zu erstellen.
3 Validierungstest
Ein kleiner Bereich wird als Pilotprojekt ausgewählt, um die tatsächliche Effizienz der Energieeinsparung sowie das Beleuchtungserlebnis zu testen; erst nach der Akzeptanz durch den Kunden erfolgt die flächendeckende Umsetzung.
4 Langfristige Wartung und Betrieb
Es wird eine Garantie von mindestens fünf Jahren gewährt; über eine Cloud‑Plattform werden Fernüberwachung, Fehlerwarnungen und Funktionsupdates ermöglicht, um den langfristigen stabilen Betrieb des Systems sicherzustellen und das Nutzererlebnis kontinuierlich zu optimieren.
Dieses Konzept wurde bereits in Projekten wie der Mercedes‑Benz‑Fabrik, großen staatlichen Gewerbekomplexen sowie großen Ladenketten umgesetzt; die durchschnittliche Einsparquote liegt bei 60 %, die Amortisationszeit beträgt meist innerhalb von zwei Jahren.
Interaktive Fragerunde
Während der Fragerunde beantwortete Lehrer Zhou Xiang ausführlich die Fragen der Zuschauer:
Q: Reicht es beim Energiesparen in Gebäuden wirklich aus, einfach die Leuchten auszutauschen? Können normale Lampenfabriken solche Projekte durchführen?
A: Weit davon entfernt! Hinter dem Austausch steht ein komplettes, integriertes Dienstleistungsangebot: Zunächst ist eine Ortsbesichtigung erforderlich, um zu prüfen, ob das Szenario überhaupt für eine Modernisierung geeignet ist und welche Produkte am besten geeignet sind; anschließend folgt die optische Planung und Anpassung, um sicherzustellen, dass nach dem Austausch die Beleuchtungsstärke und die Lichtqualität den Anforderungen entsprechen; für intelligente Lösungen sind zudem die Abstimmung von Sensoren, Kommunikationssystemen, Cloud‑Plattformen und Software notwendig; in der Bauphase könnten maßgeschneiderte Umrüstungshalterungen und weitere Anpassungen erforderlich sein; schließlich erfordert das Modell der langfristigen Energieeinspar‑Vertragsführung eine 5‑ bis 10‑jährige Wartung sowie regelmäßige Produkt‑Updates – all dies kann keine gewöhnliche Lampenfabrik eigenständig bewältigen.
Q: Kann die aktuelle Technologie die Lebensdauer von Leuchten tatsächlich auf fünf Jahre garantieren?
A: Absolut. Hoch effiziente Leuchten basieren im Grunde auf dem Prinzip „großes Pferd für kleine Aufgaben“ – hochwertige LED‑Chips werden mit geringem Strom betrieben, wodurch die Leistung sinkt, die Wärmeentwicklung verringert wird und die Belastung der Komponenten deutlich abnimmt; dadurch steigt die Lebensdauer sogar. Unsere gesamte Produktpalette ist gemäß einer fünfjährigen Garantie entworfen und geprüft.
Q: Welche speziellen Fähigkeiten braucht man, um im Bereich der Beleuchtungseinsparung tätig zu sein?
A: Erstens: Eine vollständige Produktmatrix, die Lichtquellen, Downlights, Panel‑Leuchten, Industrie‑ und Bergbau‑Leuchten sowie Linienleuchten umfasst und schnelle Reaktionen ermöglicht; Zweitens: Starke technische Integration, die Kenntnisse in Sensorik, Kommunikation, Cloud‑Plattformen und Systemkopplungen beinhaltet; Drittens: Projekt‑ und Kommunikationsfähigkeit, um Nachtarbeiten, Koordination mehrerer Behörden sowie Prüfstandards zu bewältigen; Viertens: Fundierte Beleuchtungskenntnisse, um Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit und Blendungskonformität sicherzustellen.
Q: Wie unterscheiden sich die Sanierungspläne für Fabrik, Krankenhaus, Büro und Gewerbekomplex?
A: Jedes Szenario weist branchenspezifische Standards und Nutzungsgewohnheiten auf: In Fabriken stehen Beleuchtungsstärke und Langlebigkeit im Vordergrund, in Krankenhäusern Stabilität und Langzeitwirkung, in Gewerbekomplexen Lichtfleck und Erlebnis, in Büros Intelligenz und Komfort. Zunächst ist immer eine Beleuchtungsplanung erforderlich, bevor die Leuchten selbst entworfen werden – ein einziger Plan reicht nicht für alle Szenarien.
ENDE
Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der Tonmitschrift der Rede von Lehrer Zhou Xiang am 11. Mai 2026 im Rahmen des Themas „Beleuchtungseinsparung – jetzt ist die richtige Zeit – Gebäude‑Kapitel“ im Ming‑Klassenzimmer; die Zusammenstellung und Veröffentlichung erfolgte durch das Ming‑Klassenzimmer.
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