Noch einmal nach oben! Beleuchtungsunternehmen wie Signify, Leyard und NVC Lighting kündigen nacheinander Preisanpassungen an!
In letzter Zeit erlebt die Beleuchtungsbranche erneut eine Phase intensiver Preiserhöhungen. Aufgrund einer Kombination aus weltweit knapper Halbleiterkapazitäten, verlängerten Lieferzeiten für Schlüsselkomponenten sowie anhaltend hohen Rohstoffpreisen haben zahlreiche Hersteller entsprechende Preisänderungsmitteilungen veröffentlicht.
Signify
Am 24. August kündigte die OEM‑Abteilung von Signify an, dass ab dem 1. Oktober 2026 die Lieferpreise für die LED‑OEM‑Produktlinien der Marken Philips und Sylvania – einschließlich Outdoor‑Netzteilen, Innenraum‑Netzteilen, LED‑Modulen sowie zugehörigem Zubehör – um voraussichtlich 10 % bis 15 % angehoben werden.
Signify erklärte, dass in jüngster Zeit aufgrund der anhaltenden Engpässe bei der globalen Halbleiterproduktion und den Lieferketten insbesondere bei wichtigen elektronischen Bauteilen sowie Kernrohstoffen die Verfügbarkeit eingeschränkt sei; vor allem die Lieferfristen für Komponenten im Bereich der Stromversorgung hätten sich weiter verlängert. Diese Versorgungsengpässe dürften auch in den kommenden Quartalen bestehen bleiben. Um die Produktqualität, die Versorgungsstabilität und den Servicelevel zu gewährleisten, habe man daher beschlossen, die Preise für OEM‑Produkte anzupassen.
Angesichts der derzeit engen Marktverfügbarkeiten empfiehlt Signify seinen Partnern, ihre Bedarfsprognosen und Bestellplanungen für die nächsten drei bis sechs Monate möglichst frühzeitig abzuschließen, um gemeinsam die Versorgung wichtiger Projekte sicherzustellen und Risiken zu minimieren.
Signify betonte außerdem, dass das Unternehmen seine Vorräte an kritischen Materialien sowie die Kapazitätsauslastung weiter ausbauen werde, um den Herausforderungen zu begegnen.
Unilumin Technology
Am 21. August veröffentlichte Unilumin Technology ein Schreiben zur Preisanpassung und kündigte an, dass innerhalb der nächsten zehn Tage schrittweise moderate Preiserhöhungen für alle Produktlinien eingeführt werden sollen.
Unilumin erklärte, dass infolge der anhaltend steigenden Rohstoffpreise die Beschaffungskosten für die wichtigsten Materialien deutlich gestiegen seien. Trotz interner Optimierungsmaßnahmen, mit denen ein Teil des Kostendrucks abgefedert wurde, sei es jedoch notwendig, die Preise anzupassen, um die stabile Qualität der Produkte und Dienstleistungen zu sichern.
NVC Lighting
Auch die Huizhou NVC Optoelectronics Co., Ltd. hat am 15. August eine neue Runde von Produktpreisanpassungen für nationale Betreiber und Händler eingeleitet.
Die Mitteilung weist darauf hin, dass die Preise für Kernrohstoffe in der Beleuchtungsbranche seit Beginn dieses Jahres auf einem konstant hohen Niveau verharren. Bereits zuvor hatte NVC aufgrund des Kostendrucks Preisanpassungen vorgenommen und gleichzeitig durch interne Effizienzsteigerungen sowie Optimierungen in der Lieferkette einen Teil der Preissteigerungen selbst getragen. Seit der zweiten Jahreshälfte sind die Rohstoffpreise jedoch nicht gesunken; einige Produktgruppen verzeichnen weiterhin starke Anstiege, sodass die Produktionskosten bereits an ihre Belastungsgrenze gelangt sind. Nach sorgfältiger Bewertung wurde daher eine weitere Preisanpassung beschlossen.
Die Preiserhöhungen liegen in diesem Fall zwischen 2 % und 5 %; zugleich bleiben bestimmte Kernproduktgruppen unverändert. Die einzelnen Kategorien wurden klar gegliedert: Downlights und Büroprodukte erfahren im Durchschnitt eine Erhöhung von 3 % bis 4 %; Haushaltsgeräte, Lichtquellen und Deckenleuchten im Durchschnitt 2 % bis 5 %; professionelle Produkte durchschnittlich 5 %; Wohn- und Smart‑Produkte durchschnittlich 2 % bis 3 %.
Sharp Lighting
Kürzlich hat Sharp Lighting erneut eine Preisanhebung für die Verkaufspreise seiner kommerziellen Produktlinien bekannt gegeben, die offiziell am 8. August 2026 um 18:00 Uhr in Kraft tritt.
Demnach werden Küchen‑ und Badleuchten sowie Downlights und Basisgestelle um 2 % teurer; Magnet‑Systeme, Lichtstreifen und zugehörige Netzteile um 3 %; Küchengeräte sowie Schalter und Steckdosen sogar um bis zu 5 %; einige Netzteil‑ und Lichtquellen‑Kategorien erreichen sogar Spitzenwerte von bis zu 10 %.
Sharp Lighting erklärte, dass aufgrund der steigenden Rohstoffpreise und zur Gewährleistung einer kontinuierlichen Produktqualität sowie stabiler Lieferungen nach eingehender internen Prüfung die Verkaufspreise für ausgewählte kommerzielle Produkte angepasst werden. Alle Bestellungen, die nach dem 8. August 2026 um 18:00 Uhr eingehen, werden gemäß den neu festgesetzten Preisen abgerechnet.
Seit 2026 haben die genannten Unternehmen bereits mehrere Runden von Preisanpassungen für ihre jeweiligen Produktlinien oder Teile davon durchgeführt. Führende Unternehmen haben als erste reagiert; kleinere und mittlere Hersteller werden voraussichtlich folgen. Eine neue Welle von Preiserhöhungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nimmt bereits Gestalt an.
China Light Network stellte zudem fest, dass Signify diesmal einen relativ langen Übergangszeitraum eingeräumt hat: Von der Veröffentlichung der Mitteilung bis zum offiziellen Inkrafttreten am 1. Oktober beträgt die Zeitspanne deutlich länger als bei früheren Preiserhöhungen. Dies dient sowohl dazu, den Partnern ausreichend Zeit für die Lageraufstockung zu geben, als auch den nachgelagerten Akteuren die Möglichkeit zu bieten, ihre Aufträge frühzeitig zu sichern und so den Druck auf die Lagerbestände und Produktionsplanungen weiter oben in der Lieferkette zu verringern.
Für Händler und Systemintegratoren ist derzeit entscheidend, ob sie vor der Preiserhöhung Vorräte anlegen und in welchem Umfang – eine Frage, die unmittelbar ihre Fähigkeit zur Prognose der künftigen Marktnachfrage prüft.