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Wiederholt Rückschläge! Der Branchenriese im Bereich vertikaler Farmen stellt den Betrieb ein, und ein Unternehmen für Pflanzenbeleuchtung geht in die Insolvenz.

Quelle: 农业照明网 Aufrufe: 1720

Kürzlich erlebte die globale Branche der kontrollierten Anbauverfahren eine neue, einschneidende Umstrukturierung.

80 Acres Farms

Kürzlich wurde bekannt, dass das renommierte US-Unternehmen für Indoor‑Vertikal‑Landwirtschaft, 80 Acres Farms, seinen Betrieb einstellen wird.

In einer Erklärung erläuterte Mitgründer und CEO Mike Zelkind, dass man nach umfassenden Suchen nach Lösungen letztlich nicht in der Lage war, die zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäftsbetriebs erforderlichen Mittel zu beschaffen, weshalb man sich schließlich dazu entschied, den Betrieb schrittweise einzustellen.

Öffentliche Unterlagen belegen, dass 80 Acres Farms im Jahr 2015 gegründet wurde und seinen Hauptsitz in Hamilton, Ohio, USA, hat. Das Unternehmen wurde gemeinsam von Mike Zelkind und Tisha Livingston ins Leben gerufen. Im Kern setzt es auf ein geschlossenes, mehrstöckiges Vertikal‑Anbausystem, das auf vier Schlüsseltechnologien basiert: standardisierte Pflanzenbeleuchtung, intelligente Umgebungskontrolle, automatisierte Anbaugeräte sowie Datenanalysen zur Wachstumsentwicklung. Damit kultiviert das Unternehmen in großem Maßstab saubere, roh verzehrbare Lebensmittel wie Salate, Kräuter, Microgreens und Kirschtomaten – und steht für einen industriellen Indoor‑Anbauansatz, der „erdlos, effizient, rein und ganzjährig stabil“ ist.

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Als Vorzeigeunternehmen der Vertikal‑Landwirtschaft, das von Investoren besonders geschätzt wird, durchlief 80 Acres Farms mehrere Finanzierungsrunden; laut ausländischen Medien beläuft sich das gesamte eingeworbene Kapital mittlerweile auf über 390 Millionen US‑Dollar – umgerechnet mehr als 2,6 Milliarden RMB.

Um sein Branchenportfolio auszuweiten, führte das Unternehmen zwischen 2024 und 2025 konsequent Akquisitionen und Integrationen durch: So wurden unter anderem das pflanzliche Salatdressing‑Unternehmen Mother Raw, das israelische Biotechnologie‑Unternehmen Plantae Biosciences sowie drei Indoor‑Farmen des Vertikal‑Landwirtschafts‑Spezialisten Kalera übernommen. Darüber hinaus kündigte 80 Acres Farms im August 2025 eine strategische Fusion mit dem US‑Unternehmen für organische Indoor‑Landwirtschaft, Soli Organic, an.

Doch Skalierung der Produktion, stetiger Ausbau der Vertriebskanäle, fortlaufende Finanzierungen sowie M&A‑Synergien – all diese Maßnahmen, die ursprünglich als Schutzmechanismen galten, reichten letztlich nicht aus, um ausreichende Liquidität für den weiteren Betrieb zu sichern.

Heliospectra AB

Am 27. Juli 2026 stellte das Pflanzenbeleuchtungsunternehmen Heliospectra AB einen Insolvenzantrag. Das Bezirksgericht Göteborg genehmigte diesen Antrag am selben Tag und erklärte das schwedische Unternehmen offiziell für insolvent. Anschließend wurde die Heliospectra‑Aktie vom Nasdaq First North Growth Market delistiert.

Den Unterlagen zufolge wurde Heliospectra im Jahr 2006 in Schweden von Pflanzenwissenschaftlern und Biologen gegründet. Das Unternehmen widmet sich der Entwicklung von LED‑Beleuchtungssystemen, Lichtsteuerungslösungen sowie entsprechenden Dienstleistungen für Gewächshäuser und kontrollierte Pflanzenwachstumsbedingungen und gilt als Pionier innovativer Technologien im Bereich der Pflanzenbeleuchtung. Sein Produktportfolio umfasst LED‑Beleuchtungssysteme und Lichtsteuerungslösungen wie die LED‑Wachstumslampen der MITRA‑ und ELIXIA‑Reihen, die drahtlose Lichtsteuerungsplattform helioCORE sowie die Anbauberatungsdienste helioCARE. Die Kunden sind weltweit auf allen sieben Kontinenten vertreten. Zuvor war das Unternehmen am Nasdaq First North Growth Market notiert.

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Wie berichtet wurde, entschied sich der Vorstand von Heliospectra, Insolvenz anzumelden, da innerhalb der vorgesehenen Frist keine geeigneten Finanzierungslösungen gefunden werden konnten. Zuvor hatte das Unternehmen längere Zeit nach Möglichkeiten gesucht, den Betrieb aufrechtzuerhalten – darunter Gespräche mit potenziellen Investoren sowie die Prüfung verschiedener Finanzierungs‑ und Restrukturierungsoptionen.

Andreas Gunnarsson, Vorsitzender des Heliospectra‑Vorstands, erklärte: „Dies war eine äußerst schwierige Entscheidung. Der Vorstand und das Management haben über einen langen Zeitraum intensiv nach langfristigen Finanzierungslösungen gesucht und zahlreiche Alternativen geprüft. Trotz dieser Bemühungen konnten wir jedoch die erforderlichen Mittel nicht rechtzeitig sichern. Daher kam der Vorstand zu dem Schluss, dass die Insolvenz die einzige verbleibende Option ist.“

Tatsächlich hatten sich bereits früh Warnsignale abgezeichnet. In seinem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2023 hatte der Abschlussprüfer bereits auf die „Unsicherheit bezüglich der Fortführung des Unternehmens“ in Bezug auf Liquidität und Eigenkapital hingewiesen; bis zum Geschäftsjahr 2024 belief sich der operative Verlust bereits auf rund 70 Prozent des Nettoumsatzes.


Der vorliegende Artikel stammt von Agricultural Lighting Network.

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