Ins Insolvenzverfahren überführt! Ein weiteres LED‑Beleuchtungsunternehmen aus Foshan ist gescheitert.
Am 28. Juli setzte das Volksgericht des Bezirks Nanhai in der Stadt Foshan, Provinz Guangdong, mit einer offiziellen Bekanntmachung einem entscheidenden Schritt für ein Foshaner LED-Unternehmen ein Ende:
Gemäß den einschlägigen Vorschriften „verfügte dieses Gericht am 28. Juli rechtmäßig: Die Foshan Guanjin Optoelektronik‑Technologie GmbH wird für bankrott erklärt, und das Insolvenzverfahren gegen die Foshan Guanjin Optoelektronik‑Technologie GmbH wird eingestellt.“
Der Bekanntmachung zufolge hat das Volksgericht des Bezirks Nanhai in Foshan am 7. November 2024 die Eröffnung eines Insolvenz‑Liquidationsverfahrens gegen die Foshan Guanjin Optoelektronik‑Technologie GmbH (im Folgenden „Guanjin Optoelektronik“) angeordnet. Nach Abschluss der Abwicklung stellte sich fest, dass Guanjin Optoelektronik fällige Schulden nicht begleichen konnte und seine Vermögenswerte zur Deckung der Verbindlichkeiten unzureichend waren; der Insolvenzverwalter hat die Verteilung des Insolvenzvermögens bereits abgeschlossen.
Wie bekannt ist, wurde Guanjin Optoelektronik im Jahr 2011 gegründet und blickt auf eine 15‑jährige Unternehmensgeschichte zurück. Das Kerngeschäft umfasst Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von LED‑Beleuchtungskörpern sowie LED‑Treiber‑Netzteilen. Als technologieorientiertes Unternehmen verfügte es insgesamt über rund 70 Patente sowie zahlreiche behördliche Genehmigungen und wurde erfolgreich als nationales High‑Tech‑Unternehmen, als spezialisiertes, fein ausgerichtetes und neues Unternehmen der Provinz Guangdong sowie als Vorzeigeunternehmen für geistiges Eigentum der Provinz Guangdong ausgezeichnet. Die Produkte kamen vielfach in Projekten der Ingenieur‑ und Gewerbebeleuchtung zum Einsatz und genießen im Markt für LED‑Netzteile einen stabilen Ruf sowie eine breite Kundenbasis. Die eigenständig entwickelten LED‑Netzteile und intelligenten Steuerungssysteme wurden unter anderem in bahnbrechenden Infrastrukturprojekten wie dem 8,9 Kilometer langen Shanghai‑Yangtze‑Tunnel sowie dem 7,8 Kilometer langen Jiaozhou‑Bai‑Seebodentunnel in Qingdao eingesetzt.
Betrachtet man die Geschäftsentwicklung des Unternehmens, so geriet Guanjin Optoelektronik in den vergangenen Jahren in mehrfache betriebliche Schwierigkeiten, wodurch sich Risiken und Gefahren schlagartig entluden. Laut Daten von Qichacha und öffentlich zugänglichen Justizinformationen wurde das Unternehmen seit 2026 wiederholt als Schuldner geführt und war in zahlreiche Streitigkeiten aus Kaufverträgen sowie Darlehensverträgen verwickelt. Durch die zusätzliche Belastung brach die Finanzkette des Unternehmens vollständig zusammen, sodass letztlich eine Überschuldung die Folge war.
In der Phase der Verwertung des Insolvenzvermögens versteigerte der Insolvenzverwalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Maschinen, Anlagen sowie Halbfertigprodukte und andere Sachwerte von Guanjin Optoelektronik; gleichzeitig wurden auch die wesentlichen immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens – darunter die bestehenden Patente sowie die 100‑prozentige Beteiligung an der Guanjin (Hongkong) Co., Ltd. – als Paket veräußert. Trotz der vollständigen Verwertung aller Vermögenswerte reichten die erzielten Erlöse jedoch nicht aus, um die insgesamt 421,02 Millionen Yuan an ausstehenden Gehältern für 97 Beschäftigte sowie sämtliche fälligen Verbindlichkeiten des Unternehmens zu decken.
Die mittlere Wertschöpfungsstufe der Beleuchtungsbranche befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden strukturellen Umbau. Zwischen 2023 und 2026 wurden ebenfalls Unternehmen wie Shenzhen Xinguangtai Electronics, Zhongshun Semiconductor, Huizhou Yuanhui Optoelektronik sowie Yingrui Optoelektronik in Insolvenz‑Liquidationsverfahren überführt.