Die Vorbildfunktion öffentlicher Einrichtungen nutzen und den Klimaneutralitäts‑ bzw. CO₂‑Emissionshöchststand aktiv und behutsam vorantreiben.
Kürzlich haben das Staatliche Amt für öffentliche Verwaltung und die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission gemeinsam den „Arbeitsplan zur Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen während der 15. Fünfjahresperiode“ (im Folgenden „Plan“) veröffentlicht. Der Plan legt eine systematische Strategie für die Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen während dieser Periode fest, definiert klare Zielvorgaben und institutionelle Rahmenbedingungen und trägt maßgeblich dazu bei, den Kohlenstoff‑Peak aktiv und stetig voranzutreiben sowie die ökologische Grundlage für eine hochwertige Entwicklung zu stärken.
Die Bedeutung der Veröffentlichung des Plans eingehend verstehen
Der Plan ist ein entscheidender Baustein zur Umsetzung der „Dual‑Carbon“‑Strategie und zur konsequenten Wahrnehmung der politischen Verantwortung von Partei‑ und Regierungsorganen im Bereich Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion. Die 15. Fünfjahresperiode stellt eine Schlüssel‑ und entscheidende Phase zur Erreichung des Kohlenstoff‑Peaks dar. Öffentliche Einrichtungen, insbesondere Partei‑ und Regierungsorgane auf allen Ebenen, sind bedeutende Verbraucher von Energie und Ressourcen – ihr Anteil am gesamten nationalen Energieverbrauch beträgt etwa 2,6 % – und zugleich wichtige Emittenten von Kohlendioxid; ihre Rolle ist daher entscheidend für die termingerechte Erreichung des Kohlenstoff‑Peaks. Im „Aktionsplan zur Erreichung des Kohlenstoff‑Peaks während der 15. Fünfjahresperiode“ des Staatsrats wurden klare Ziele für die Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen festgelegt: Der Energieverbrauch pro Quadratmeter soll um 5 % sinken, die CO₂‑Emissionen um 8,5 %. Der Plan konkretisiert die Arbeitsaufgaben und verfeinert die Zielvorgaben, wodurch Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion zu zentralen Aufgaben der jeweiligen Partei‑ und Regierungsorgane sowie öffentlicher Einrichtungen werden. Damit wird die letzte Meile der Umsetzung der „Dual‑Carbon“‑Strategie in öffentlichen Einrichtungen erfolgreich geschlossen und eine solide Grundlage für die hochwertige Entwicklung der Verwaltungsarbeit geschaffen.
Der Plan bildet eine wichtige Stütze, um öffentliche Einrichtungen als Vorreiter zu fördern und ihre Vorbildfunktion im Bereich grüner und kohlenstoffarmer Entwicklung auszubauen. Der Plan fordert die staatlichen Verwaltungsbehörden auf, beim Energieverbrauch vorbildlich voranzugehen, alte und ineffiziente Kohlekraftanlagen vollständig abzubauen, erneuerbare Energien entsprechend den lokalen Gegebenheiten zu nutzen, den kohlenstoffarmen Bau und die Sanierung von Gebäuden voranzutreiben sowie die Schaffung sparsamer öffentlicher Einrichtungen zu organisieren. Darüber hinaus sollen Aktivitäten wie Energieeinsparwochen, Carbon‑Incentives, grünes Büro und umweltfreundliche Mobilität durchgeführt werden, um eine grüne und kohlenstoffarme Lebensweise sowie einen einfachen, maßvollen und gesunden Lebensstil zu fördern. So kann eine klare politische Botschaft über nachhaltige Entwicklung und Priorität der Einsparung vermittelt werden, die das Bewusstsein der gesamten Gesellschaft für Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion weiter schärfen wird.
Der Plan stellt eine grundlegende Garantie dafür dar, die Anforderungen an ein sparsames und effizientes Haushalten konsequent umzusetzen und eine korrekte Wertevorstellung von Erfolg und Leistung zu verankern und zu praktizieren. Öffentliche Einrichtungen sind wichtige Träger der staatlichen Governance und gleichzeitig bedeutende Ausgabeneinheiten; jährlich fallen enorme Mengen an Wasser, Strom, Kraftstoff, Kohle, Verbrauchsmaterialien, Bürogeräten sowie Lebensmitteln und Rohstoffen an. Der Plan betont die Förderung einer sparsamen und intensiven Nutzung von Ressourcen, die strikte Kontrolle von verschwenderischem Energieverbrauch und uneffizienter Instandhaltung sowie die Durchführung von Energie‑ und Wassersparmaßnahmen, papierloser Büroarbeit, umweltfreundlicher Dienstreisen, Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung sowie Mülltrennung und Ressourcennutzung. Zugleich wird ein marktorientierter Ansatz aktiv vorangetrieben, um private Investitionen in die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude zu fördern. Dadurch können die eingesparten Haushaltsmittel verstärkt in soziale Belange und industrielle Entwicklung investiert werden.
Die Kernaufgaben und -anforderungen des Plans präzise erfassen
Im Zeichen des Kohlenstoff‑Peaks wird ein systematischer Plan zur CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen entwickelt. Während der 15. Fünfjahresperiode wird Chinas Management von Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion vom dualen Energieverbrauchs‑Kontrollsystem vollständig auf ein duales CO₂‑Emissions‑Kontrollsystem umgestellt, was tiefgreifende Auswirkungen auf die Arbeit der öffentlichen Einrichtungen im Bereich der Ressourcensparung hat. Der Plan orientiert sich an den Anforderungen der „Richtlinien zur umfassenden Bewertung und Prüfung der Erreichung des Kohlenstoff‑Peaks und der Kohlenstoffneutralität“ und verstärkt die Zielmanagement‑ und Quotenregulierung im Bereich Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion. Er fordert die Regionen auf, wissenschaftlich fundierte Ziele für die Senkung der CO₂‑Emissions‑ und Energieverbrauchsintensität der öffentlichen Einrichtungen während der 15. Fünfjahresperiode festzulegen, die jährliche Zielerreichung der CO₂‑Emissionsintensität objektiv zu bewerten und die damit verbundenen Arbeiten zur umfassenden Bewertung und Prüfung der Kohlenstoffneutralität sorgfältig voranzutreiben. Dabei wird sowohl auf Energieeinsparung und Effizienzsteigerung als auch auf strukturelle Optimierung gleichzeitig gesetzt; die Unterstützung für energetische Sanierungsmaßnahmen wird kontinuierlich ausgebaut, um Projekte rund um Gebäudehüllen, energieverbrauchende Geräte und Systeme sowie integrierte Energiesysteme zu fördern. Der Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Kohle wird streng begrenzt; in geeigneten Regionen wird angestrebt, den Einsatz von Kohle vollständig zu beenden. Gleichzeitig wird die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarenergie und Erdwärme verstärkt, und der Grad der Elektrifizierung der Endenergienutzung erhöht. Öffentliche Einrichtungen werden ermutigt, freiwillig CO₂ zu reduzieren und mehr Grünflächen anzulegen; es werden Methoden zur freiwilligen Emissionsminderung erforscht, und die Integration in den nationalen Kohlenstoffmarkt sowie in den Handel mit grünem Strom wird aktiv vorangetrieben. Lokal angepasste Modelle zur Schaffung kohlenstoffneutraler öffentlicher Einrichtungen werden ebenfalls untersucht.
Die Ressourcensparung wird intensiviert und optimiert, um die Grundlage für den grünen Betrieb öffentlicher Einrichtungen zu festigen. Während der 15. Fünfjahresperiode rückt die Ressourcensparung in den öffentlichen Einrichtungen noch stärker in den Mittelpunkt – mit einem pragmatischen und problemorientierten Ansatz, der sich hin zu „Qualitätssteigerung und Effizienzverbesserung sowie präziser Governance“ wandelt. Es werden umfassende Wassersparmaßnahmen umgesetzt: Altbestände an Wasserspargeräten werden modernisiert, alte Rohrleitungen saniert, intelligente Wasserverbrauchssysteme eingeführt, nicht-traditionelle Wasserressourcen wie Regenwasser und Recyclingwasser genutzt sowie ein vertragliches Wassersparmodell eingeführt, um den Wasserverbrauch kontinuierlich zu senken. Die Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung wird konsequent vorangetrieben: Die „Teller‑leer‑Aktion“ wird routinemäßig durchgeführt, die Wirksamkeit der Anti‑Verschwendungs‑Maßnahmen in den Behördenkantinen wird streng geprüft und offiziell bekanntgegeben, die Verwaltung der Dienstessen wird standardisiert, und die Reduzierung, Verwertung sowie unschädliche Entsorgung von Küchenabfällen wird vorangetrieben, um Essensverschwendung entschieden entgegenzuwirken. Die Mülltrennung und die Wiederverwertung von Ressourcen werden fortlaufend vertieft; die Qualitätsverbesserung und Effizienzsteigerung der Hausmülltrennung wird umfassend vorangetrieben, und das System zur Rückgewinnung von Altelektronik, Büromöbeln und anderen Abfallprodukten wird weiter optimiert. Die Anforderungen zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung werden strikt eingehalten, und der Verzicht auf nicht abbaubare Einwegplastikprodukte wird aktiv vorangetrieben.
Die Kultivierung einer grünen Kultur und die Demonstration der Vorbildfunktion öffentlicher Einrichtungen werden gefördert. Öffentliche Einrichtungen stehen stets in ihrer politischen Position, als Vorreiter und Vorbild zu agieren; durch Aufklärung, tägliche Praxis und Benchmark‑Demonstrationen wird eine grüne und kohlenstoffarme Behördenkultur kontinuierlich gepflegt und die neue Lebensweise einer grünen und kohlenstoffarmen Produktion und des Alltags gefördert. Erstens wird die Aufklärung und Bildung intensiviert: Mit Hilfe verschiedener thematischer Werbekampagnen werden regelmäßig grüne und kohlenstoffarme Informationskampagnen durchgeführt, um Konzepte wie Wassersparen, Stromsparen, umweltfreundliche Mobilität, Mülltrennung und sparsame Lebensweise zu verbreiten und eine grüne Zivilisation zu fördern. Zweitens wird das grüne Büro gefördert: Die Anforderungen eines sparsamen Haushalts werden konsequent umgesetzt, vorhandene Vermögenswerte werden optimal genutzt, die grüne Beschaffung und die papierlose Büroarbeit werden vertieft, und das „135“‑Modell für umweltfreundliche Mobilität wird eingeführt, um den Einsatz von Einweg‑Büroartikeln zu reduzieren. Drittens wird die Benchmark‑Funktion gestärkt: Unter strengen Auflagen bezüglich der Anzahl der zu schaffenden Einheiten, der Festlegung klarer Kriterien und der Einhaltung hoher Qualitätsstandards werden Demonstrationsprojekte für sparsame öffentliche Einrichtungen und Vorreiter im Bereich Energie‑ und Wassereffizienz kontinuierlich vorangetrieben. Diese Pilotprojekte dienen als Vorbilder und sollen flächendeckend die gesamte Gesellschaft dazu anregen, eine grüne und kohlenstoffarme Produktions‑ und Lebensweise zu übernehmen.
Die Unterstützung und Garantien für die wirksame Umsetzung des Plans verstärken
Das System der institutionellen Standards vervollständigen und die Grundlage für das Management von Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion festigen. Das System der institutionellen Standards ist grundlegend und langfristig angelegt und stellt eine wesentliche Garantie für die stabile und nachhaltige Entwicklung der Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen dar. Der Plan sieht vor, die „Verordnung über Energieeinsparung in öffentlichen Einrichtungen“ zeitnah zu überarbeiten, sich aktiv an der Überarbeitung des „Gesetzes der Volksrepublik China über Energieeinsparung“ zu beteiligen und die Koordination mit dem „Ökologischen Kodex der Volksrepublik China“ sicherzustellen. Es wird ein schlankes, logisch strukturiertes und praxisorientiertes System von Verwaltungsregelungen und Standards aufgebaut, und die Einführung von physischen Quoten für energieverbrauchende Geräte sowie von Service‑Standards wird beschleunigt vorangetrieben. Angesichts des seit Langem bestehenden Problems, dass die CO₂‑Emissionsbilanz öffentlicher Einrichtungen unklar und deren Berechnung ungenau ist, werden einheitliche Methoden zur Statistik und Bilanzierung der CO₂‑Emissionen vorgeschlagen, die Modernisierung der Mess‑ und Erfassungssysteme forciert, intelligente Messgeräte breit eingeführt und die nationale Plattform zur Sammlung und Analyse von Daten zu Energieverbrauch und CO₂‑Emissionen kontinuierlich aktualisiert, um eine enge Verzahnung zwischen Energieverbrauchsdaten und CO₂‑Emissions‑ sowie Vermögensverwaltungs‑Arbeiten zu erreichen und eine zuverlässige Datengrundlage für das Management der dualen CO₂‑Kontrolle zu schaffen.
Marktmechanismen und -modelle innovativ gestalten und die Kapazitätsbasis stärken. Zur Erreichung des Kohlenstoff‑Peaks ist eine Kombination aus funktionierendem Markt und handlungsfähigem Staat unabdingbar. Der Plan schlägt vor, das Modell des Vertrags‑Energiesparmanagements aktiv und behutsam zu verbreiten, die Budgetmittel für die Vergabe von Managementprojekten sorgfältig zu planen, die Projektumsetzung eng zu überwachen und zu evaluieren sowie Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu steuern, um einen standardisierten, klar verantwortlichen und für alle Seiten gewinnbringenden Management‑Service‑Mechanismus zu etablieren. Die Digitalisierung wird als Instrument zur Steigerung der Effizienz und Qualität des Managements hervorgehoben; Big Data, Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge werden eingesetzt, um das Management von Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen von traditionellen zu digitalen und intelligenten Formen zu transformieren. Im Bereich des Kapazitätsaufbaus wird vorgeschlagen, Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in die Lehrpläne der Parteischulen und Verwaltungsschulen auf allen Ebenen sowie in die Ausbildungskurse der Führungskräfte einzubeziehen; regelmäßige grüne und kohlenstoffarme Vorträge sowie Schulungen zum Energiemanagement werden organisiert, und theoretische sowie praktische Forschungsaktivitäten werden durchgeführt, um die Fachkompetenz und praktischen Fähigkeiten der Energiemanagement‑Mannschaften kontinuierlich zu verbessern.
Mehrere Akteure bündeln ihre Kräfte und schaffen ein koordiniertes Arbeitskonzept. Die Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen betrifft zahlreiche Abteilungen und breite Bereiche; daher ist eine gemeinsame, koordinierte Anstrengung aller Beteiligten erforderlich. Der Plan sieht vor, ein effizientes Fördermechanismus‑System zu etablieren, das unter der Leitung der Entwicklungs‑ und Reformbehörde steht, von der Behörde für Verwaltungsangelegenheiten initiiert wird und an dem die zuständigen Ministerien und Behörden gemeinsam teilnehmen. Das Staatliche Amt für öffentliche Verwaltung verstärkt die strategische Planung und Koordination, führt rechtzeitige Überwachung und Disposition durch und bietet Beratung und Unterstützung; die einzelnen Regionen passen ihre Anreiz‑ und Sanktionsmechanismen an die tatsächlichen Gegebenheiten an, integrieren die Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion in öffentlichen Einrichtungen in die entsprechenden Bewertungs‑ und Prüfsysteme und stellen finanzielle Garantien bereit, die den Zielen der 15. Fünfjahresperiode entsprechen. Jede öffentliche Einrichtung nimmt ihre Hauptverantwortung ernst und ergreift je nach lokalen Gegebenheiten wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zur Energieeinsparung oder Sanierung, um die Effektivität der Arbeit sicherzustellen. Zugleich wird die Zusammenarbeit vertieft, und die Initiative von Verbänden, Hochschulen, Forschungsinstituten und Dienstleistungsunternehmen wird aktiv genutzt, um eine starke Arbeitsgemeinschaft zu bilden.
Quelle: Nationale Plattform für die Aufklärung über Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion
Quelle: Zeitschrift „China Office Logistics“, Ausgabe Nr. 9, 2026
Autor: Yan Yongzhe (Stellvertretender Direktor des Nationalen Zentrums für Energieeinsparung und CO₂‑Reduktion)
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