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Gerade eben! Zwei große LED‑Hersteller kündigten Preisanpassungen an – steht die Branche erneut vor einem Preisanstieg?

Quelle: China Light Aufrufe: 2689

Ganz frisch! Signify kündigt ab dem 1. Oktober eine Preiserhöhung an, und auch Leyard folgt mit einer gleichzeitigen Anpassung der Preise. Die führenden Unternehmen erhöhen nacheinander ihre Preise – wie lange wird diese Preissteigerungswelle anhalten? Und wie sollten die nachgelagerten Hersteller darauf reagieren?

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Kürzlich veröffentlichte Signify eine Preisänderungsmitteilung und gab bekannt, dass ab dem 1. Oktober 2026 die Preise für die LED‑OEM‑Produktlinien der Marken Philips und Sylvania angepasst werden. Betroffen sind Produkte wie Außenstromversorgungen, Innenstromversorgungen, LED‑Module sowie Zubehör; die Preiserhöhungen liegen voraussichtlich zwischen 10 % und 15 %. Als Grund nennt das Unternehmen die anhaltend knappe globale Halbleiterproduktionskapazität und die sich verschärfende Verfügbarkeit elektronischer Bauteile – insbesondere verlängern sich die Lieferzeiten für Materialien, die für Stromversorgungsprodukte benötigt werden, während die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen weiterhin angespannt ist, was zu einem stetigen Anstieg der Kosten führt.

Gleichzeitig kündigte Leyard an, ab dem 5. September die Preise für seine gesamte Produktpalette moderat anzuheben. Dies ist bereits die jüngste von mehreren Preisanpassungen, die Leyard seit Beginn des Jahres vorgenommen hat.

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Dass zwei führende Unternehmen der LED‑Branche nacheinander ihre Preise anheben, verdeutlicht, dass sich die Preissteigerungswelle in der Branche zunehmend ausbreitet.

In seiner Mitteilung weist Signify zudem seine Partner ausdrücklich darauf hin, möglichst frühzeitig die Nachfrageprognosen und Bestellplanungen für die kommenden drei bis sechs Monate abzuschließen, um die Versorgung wichtiger Projekte sicherzustellen und Risiken zu minimieren. Diese Empfehlung unterstreicht indirekt, dass sich die Engpässe in der Zulieferkette vorerst nicht entspannen werden und nachgelagerte Unternehmen daher rechtzeitig ihre Lieferbeziehungen sichern müssen.

Old Hong ist der Ansicht, dass die aufeinanderfolgenden Preiserhöhungen von Signify und Leyard zeigen, dass die Ursache dieser Welle nicht etwa in den Kostenfluktuationen einzelner Unternehmen liegt, sondern vielmehr in einer strukturellen Angebotsknappheit im oberen Bereich der gesamten Wertschöpfungskette. Begrenzte Halbleiterkapazitäten, längere Lieferzeiten für Schlüsselkomponenten sowie deutliche Preisanstiege bei Massenrohstoffen wie Silber und Kupfer haben die Produktionskosten erheblich erhöht – Druck, der sich nun über die gesamte Lieferkette bis hin zum fertigen Beleuchtungsprodukt fortsetzt. Da die führenden Unternehmen als Erste die Preise anheben, werden voraussichtlich auch kleinere und mittlere Hersteller folgen – die Kettenreaktion der Preiserhöhungen hält also an.

Zudem fällt auf, dass Signify diesmal einen relativ langen Übergangszeitraum einräumt: Von der Veröffentlichung der Mitteilung bis zur offiziellen Umsetzung am 1. Oktober beträgt die Frist deutlich länger als bei früheren Preisanpassungen. Das dient sowohl dazu, den Partnern ausreichend Zeit für die Lageraufstockung zu geben, als auch den nachgelagerten Akteuren die Möglichkeit zu bieten, ihre Aufträge frühzeitig zu sichern und so die Belastungen durch Lagerbestände und Produktionsplanungen im Vorfeld zu mindern. Für Händler und Systemintegratoren stellt sich derzeit vor allem die Frage: Soll man vor der Preiserhöhung bereits Vorräte anlegen – und wenn ja, in welchem Umfang? Diese Entscheidung prüft unmittelbar die Fähigkeit, die zukünftige Marktnachfrage richtig einzuschätzen.

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Über den Autor Hong Bing:

Hong Bing ist derzeit Chefredakteur der offiziellen Websites des Chinesischen Verbands für Beleuchtung und Elektrogeräte – China Light Network und Agricultural Lighting Network –, geschäftsführender Leiter der Ming Classroom, stellvertretender Leiter des Arbeitsausschusses für Talentförderung des Chinesischen Verbands für Beleuchtung und Elektrogeräte sowie Generalsekretär des Fachausschusses für Agrarbeleuchtung dieses Verbands. Zudem ist er Generalsekretär des Alumni‑Vereins für Beleuchtung der Fudan‑Universität und Mitglied des Vorstands des Alumni‑Vereins für Ökologie und Umwelt der CEIBS. Er schloss 1991 sein Studium im Fachbereich Lichtquellen und Beleuchtungstechnik an der Fudan‑Universität ab und erwarb 2003 einen Master of Business Administration an der CEIBS. Nach Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung, Produktplanung sowie Marketing bei renommierten Unternehmen wie dem Chinesischen Baumaterialien‑Institut, Panasonic, GE und OSRAM wurde ihm 2008 der Siemens Global Top Plus Award sowie der Siemens China Excellence Award verliehen. Im Jahr 2009 gründete er China Light Network.

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