Zhang Tian: Mit Wasser als zentralem Motiv und durch Licht- sowie Schatteneffekte wird das poetische Wohnen in den Villen Dubais kunstvoll gestaltet.
Am 30. Juni fand der von der Licht‑Alumni‑Vereinigung der Fudan‑Universität betreute und von China Zhi Guang Net – Ming Klassenzimmer organisierte, mit Unterstützung der Zhejiang Qicheng Electrical Co., Ltd. durchgeführte „Fudan Zhi Guang“-Salon erfolgreich statt. Der Salon wurde von Hong Bing, Sekretär der Licht‑Alumni‑Vereinigung der Fudan‑Universität und Chefredakteur von China Zhi Guang All Media, moderiert.

Referent: Zhang Tian
Als besonderer Gast stellte sich der Fudan‑Alumnus, Gründer von B.Z Design und staatlich zertifizierter Lichtplaner erster Klasse, Zhang Tian vor und präsentierte anhand des Villa33‑Projekts in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate eine umfassende Projektanalyse; dieses Projekt wurde mit dem IAA Muse Platinum Award in den USA ausgezeichnet und erhielt zudem den Excellence‑Preis des Fudan Lighting Rui Chuang Awards.
Design‑Leitmotiv: Das Wasser als Seele
Dubai liegt mitten in der Wüste, wo Wasser äußerst knapp ist. Im lokalen Kulturverständnis symbolisiert Wasser Leben, Bewegung und Fülle und bildet zugleich das zentrale kreative Konzept dieses Projekts. Der Designer ließ sich von fünf Wasserformen – Ozean, See, Regentropfen, Wellen und Wasserfall – inspirieren und integrierte die dynamische Ästhetik natürlicher Gewässer in das architektonische Konzept. Mithilfe von Licht wurden vier charakteristische Wasser‑Optiken nachgebildet: funkelnde Wasseroberfläche, herabstürzender Wasserfall, ruhig fließendes Tiefwasser sowie neblige Wassertröpfchen – so verwandelte sich das Licht in bewegtes Wasser und schuf in diesem trockenen Raum ein einzigartiges, wasserbasiertes Lichtparadies.
Design‑Philosophie: Mehr als nur Licht – es geht um das menschliche Erlebnis
Zhang Tian betonte, dass bei der Kommunikation mit ausländischen Bauherren keine überladenen technischen Parameter nötig seien; vielmehr genüge es, auf der Grundlage der vier Dimensionen Licht und Natur, Wechselwirkungen von Licht und Schatten, Licht und Atmosphäre sowie intelligente Lichtquellen einen gemeinsamen Verständnisrahmen zu schaffen.

„Licht verändert Objekte nicht unmittelbar, sondern formt die gesamte Raumatmosphäre und beeinflusst dadurch die Beziehung zwischen Mensch und Raum.“ In der Villenplanung lassen sich Wasser‑ und Baum‑Schatten zusammen mit dem Licht zu einer natürlichen Lebenskraft im Raum verbinden.
Vier zentrale Designprinzipien
1. Funktionalität und Kunst gehen Hand in Hand
Grundlegende funktionale Lichtquellen wie Downlights und Lichtbänder können auch in Verbindung mit Baum‑ und Wasserschatten künstlerisch wirksam eingesetzt werden – beides muss nicht voneinander getrennt werden.
2. Ausgewogene, gleichmäßige Beleuchtung mit streng kontrolliertem Hell‑Dunkel‑Verhältnis
Das übliche Beleuchtungsverhältnis im Raum liegt zwischen 1:3 und 1:5; höhere Kontraste wie 1:5 oder 1:10 erzeugen eine intensivere Licht‑Schatten‑Atmosphäre, erhöhen jedoch gleichzeitig das Risiko bei der Umsetzung. Bei privaten Wohnräumen steht die subjektive Präferenz des Eigentümers an erster Stelle.
3. Einheitliche Lichtführung an der Decke
Unordnung bei der Anordnung der Leuchten kann ein bedrückendes Raumgefühl hervorrufen; die Lichtplanung sollte sich an die räumliche Zonierung orientieren und nicht an bewegliche Möbel gebunden sein. In stabilen Bereichen wie Schlafzimmern können die Lichtpunkte detaillierter festgelegt werden.
4. Intelligente Systeme für mehr Wohnkomfort
Intelligente Systeme setzen nicht auf komplizierte Protokolle, sondern basieren auf szenariobasierten Steuerungen, die sich an unterschiedliche Lebenssituationen wie Haushalt, Empfang oder Freizeit anpassen.
Die Inszenierung von Licht und Schatten: Mehrstufige Lichtkonzepte für verschiedene Nutzungsszenarien
Mit Hilfe von Skizzen und realen Nachtansichten erläuterte Herr Zhang Tian die Lichtlogik für den gesamten Raum; das Team nutzt derzeit auch KI‑Unterstützung zur Erstellung von Renderings, um die Effizienz zu steigern. Die speziellen Lichtmodi für die einzelnen Räume lauten wie folgt:
1. Wohnzimmer
• Helle Einstellung: Die gesamte Wandfläche wird gleichmäßig ausgeleuchtet, um ein offenes, alltagstaugliches Ambiente zu schaffen;
• Empfangsmodus: Die Umgebung wird abgedunkelt, das Licht konzentriert sich auf den zentralen Empfangsbereich; die Farbtemperatur wird auf 4000 K eingestellt, um eine formelle Gesprächsatmosphäre zu unterstützen.
2. Heimkino
Es wird kein komplett schwarzer Raum verwendet; stattdessen bleiben sanfte Lichtbänder und dekorative Lampen als Hintergrundbeleuchtung erhalten, um zu vermeiden, dass eine zu dunkle Umgebung die Augen belastet; je nach Situation können zwei unterschiedliche Farblichteffekte für Film‑ bzw. Party‑Atmosphäre gewählt werden.
3. Esszimmer & Bar
Durch gestaffeltes Dimmen lässt sich die Atmosphäre schrittweise variieren: Während des Hauptessens wird gleichmäßig beleuchtet, nachts wird die Helligkeit gedimmt, um eine entspannte Bar‑Atmosphäre zu erzeugen; dazu können leuchtende Marmorarbeitsplatten als zusätzliche Ambientebeleuchtung eingesetzt werden.
4. Kinderbereich
Im gesamten Bereich kommen ausschließlich indirekte, blendfreie Lichtquellen zum Einsatz; großflächige, eingebaute Leuchtfolien simulieren natürliches Licht und passen sich dem natürlichen Lichteinfall vom Fenster an; Kunstwerke und Sammlerstücke werden von oben nach unten gezielt ausgeleuchtet, um hochblaues und stark blendendes Licht zu vermeiden.
5. Treppe und Eingangsbereich
Es werden komplette Leuchten im gleichen Stil verwendet, um eine symmetrische Ordnung zu schaffen; Sensoren sorgen dafür, dass das Licht gleichmäßig und schichtweise angeht, um Sicherheitsrisiken durch verzögertes Aufleuchten von trendigen Treppenlampen zu vermeiden; beim Betreten und Verlassen des Hauses erfolgt eine sanfte, graduale Ein‑ und Ausschaltung, die dem Weg eine rituelle Note verleiht.
6. Fitnessstudio und Ankleidezimmer
Im Fitnessstudio werden vertikale Wandleuchten eingesetzt, um den Reflexionseffekt von Geräten zu reduzieren; im Ankleidezimmer sorgt eine menschlich gesteuerte, mehrstufige Innenbeleuchtung für eine einfache Bedienung der Kleidung.

Die greifbare Darstellung des Wassers: Vier praktische Techniken zur Umsetzung von Wasser‑Licht‑Effekten
Im Hinblick auf das zentrale Thema „Wasser“ zerlegte Herr Zhang Tian die Details der Lichtumsetzung für verschiedene Wasserlandschaften und betonte gleichzeitig, dass Unterwasser‑Lichtbänder sicher verankert und gegen Wasser‑ sowie Stromleckage geschützt sein müssen:
1. Glitzernde Wellen
Horizontal angeordnete Lichtbänder unterhalb des Wasserspiegels werden mit starken Scheinwerfern in kleinem Winkel kombiniert; bei Wasserschwingungen entstehen feine, flackernde Lichtflecken;
2. Stillwasser / Nebel
Die Gesamthelligkeit und Farbtemperatur werden gesenkt; große Flutlichter am Beckenboden sorgen für ein weiches, diffuses Licht, ähnlich dem sanften Licht der Aman‑Pool‑Designs, um eine ruhige, neblige Atmosphäre zu erzeugen;
3. Wasserfallströmung
Stufenweise angeordnete, dynamisch changierende Farblichter kreuzen sich und simulieren die verschiedenen Schichten eines herabstürzenden Wasserfalls;
4. Raum‑Erweiterung durch clevere Ideen
Die reflektierten Wasser‑Licht‑Effekte werden an die Decke übertragen, sodass sich das fließende Wasser über die gesamte Oberfläche ausbreitet und die Raum‑Entspannung verstärkt.
Wesentliche Punkte bei der Umsetzung
Die branchenübliche Regel lautet: „Drei Teile Planung, sieben Teile Feinabstimmung“. Die Installation der Leuchten ist relativ einfach; die eigentliche Feinabstimmung vor Ort nimmt jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch. Bei hochwertigen Villen im Ausland werden bevorzugt rahmenlose, eingebaute Downlights verwendet; für Außenleuchten in Wüstengebieten wie Dubai gelten strenge Anforderungen hinsichtlich Wind‑, Staub‑ und Temperaturbeständigkeit; hier empfiehlt sich die Wahl großer Marken mit soliden Garantiesystemen, um spätere Reparaturkosten zu minimieren.
Interaktive Fragerunde
Im Rahmen der Frage‑Antwort‑Runde beantwortete Herr Zhang Tian ausführlich die von den Teilnehmern geäußerten Fragen:
Frage: Welche speziellen Anforderungen gibt es bei der Auswahl von Außenleuchten und beim Schutz vor Sand und Staub für Villen in der besonderen Wüstenumgebung Dubais?
Antwort: Grundsätzlich sollten Außenleuchten wind‑, staub‑ und strukturell stabil sein; vorzugsweise sind Produkte großer Hersteller mit gutem Kundenservice und umfassender Garantie zu wählen, um späteren Serviceaufwand zu vermeiden. Angesichts der sozialen Bedürfnisse der mittleren Osten‑Bauherren kann zusätzlich eine dynamische Projektionslampe installiert werden, um Outdoor‑Partys zu unterstützen; diese Lösung eignet sich ebenfalls für ähnliche Großprojekte in Syrien.
Frage: Wie unterscheidet man bei der Licht‑Kunst, die das Thema „Wasser“ aufgreift, durch Strahlen, Farbtemperaturen und dynamisches Licht die unterschiedlichen Atmosphären von Wellen, Nebel und Wasserfällen?
Antwort: Für glitzernde Wellen sorgt ein niedrig positioniertes Lichtband kombiniert mit einem starken Scheinwerfer in kleinem Winkel; bei stillen Gewässern und Nebel werden Helligkeit und Farbtemperatur gesenkt, während große Flutlichter am Beckenboden für ein sanftes, diffuses Licht sorgen; Wasserfälle werden mit mehrstufigen, dynamischen Farblichtern und kreuzenden Strahlen inszeniert, um die verschiedenen Schichten des fallenden Wassers darzustellen. Der Kern der Lichtgestaltung liegt in der Abstimmung von Beckengröße und Nutzungsszenario mit der jeweiligen Lichtintensität.
Frage: Wie koordiniert sich die Lichtplanung bei hochwertigen Villenprojekten im Ausland effizient mit Architekten, Landschaftsgestaltern und Innenarchitekten?
Antwort: Bei internationalen Kooperationen treten drei Herausforderungen auf: Zeitverschiebung, Sprachbarrieren und unterschiedliche ästhetische Vorlieben. Offizielle Kommunikation erfolgt meist per E‑Mail, ergänzt durch handgezeichnete Lichtskizzen; mithilfe von Übersetzungsprogrammen wird die zweisprachige Zusammenarbeit ermöglicht. In der frühen Phase des Projekts werden die Kernziele des gesamten Teams vereinbart: Zielgruppe, Gesamtstil, Raum‑Szenario und Material‑Licht‑Ausdruck; eine frühzeitige Einbindung in die Lichtplanung sowie eine kommunikative, grafisch‑textliche Zusammenarbeit erleichtern die Einigung auf gemeinsame Ziele.
Frage: Unter den zahlreichen Projekten, die B.Z Design bisher realisiert hat, welche anderen besonders eindrucksvollen Spezialprojekte gibt es neben dem heute vorgestellten Villa33?
Antwort: Besonders eindrucksvoll war das Projekt des Präsidentenpalastes eines kleinen Landes im Ausland; dort bevorzugt man viele dekorative Leuchten, weshalb das Team mehrfach das Konzept ohne Hauptlicht angepasst hat, um der lokalen Ästhetik gerecht zu werden; bei hochwertigen Bekleidungs‑ und Outdoor‑Geschäften können Sternbilder und andere thematische Licht‑Konzepte maßgeschneidert werden, was nach der Umsetzung die Kundenfrequenz und die Verweildauer deutlich erhöht; in Luxushotels können zudem enge Kooperationen mit führenden Innenarchitekturteams wie HBA eingegangen werden, um Dutzende von separat gesteuerten Lichtszenarien zu entwickeln. Im Vergleich zu rein profitorientierten Projekten bietet solch eine Gestaltung, die tatsächlich Mehrwert für kommerzielle Räume schafft, eine größere kreative Erfüllung.
ENDE
Hinweis: Dieser Artikel beruht auf der Tonmitschrift der Rede von Herrn Zhang Tian am 30. Juni 2026 im Rahmen des Themas „Umfassende Analyse des Lichtdesigns der Villa33 in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate“, die von Ming Klassenzimmer transkribiert und veröffentlicht wurde.
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