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Sanan Optoelectronics will den deutschen Beleuchtungsriesen Osram übernehmen, die vollständige Übernahme erfordert 8,1 Milliarden US-Dollar

Quelle: 澎湃新闻 Aufrufe: 16449
  Am 6. Oktober berichtete das deutsche Wirtschaftsmagazin WirtschaftsWoche, dass der chinesische Chiphersteller Sanan Optoelectronics (600703) plant, den deutschen traditionsreichen Beleuchtungsriesen Osram zu übernehmen.
  
  Der Bericht beruft sich auf anonyme Quellen, die an den Verhandlungen beteiligt sind, und besagt, dass Sanan Optoelectronics beabsichtigt, vor Mitte Oktober ein Angebot für Osram abzugeben.
  
  Laut WirtschaftsWoche könnte Sanan Optoelectronics etwa 70 Euro (78,39 US-Dollar) pro Osram-Aktie bieten. Bei einer vollständigen Übernahme würde Osram auf rund 7,2 Milliarden Euro (8,1 Milliarden US-Dollar) geschätzt.
  
    Dies ist der jüngste Fall eines chinesisch finanzierten Unternehmens, das sich um den Erwerb eines alteingesessenen deutschen Industrieunternehmens bewirbt. Laut der offiziellen Website ist Sanan Optoelectronics derzeit die am frühesten gegründete, größte und qualitativ hochwertigste Produktionsbasis für die Industrialisierung von Vollfarben-Ultraleuchtdioden-Epitaxie und -Chips in China. Der Hauptsitz befindet sich in Xiamen; die Industrialisierungsbasen sind über Xiamen, Tianjin, Wuhu, Quanzhou und weitere Regionen verteilt. Sanan Optoelectronics ist ein von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission genehmigtes Unternehmen für das „Nationale Demonstrationsprojekt zur Industrialisierung von Hochtechnologie" und vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie anerkanntes „führendes Unternehmen des Halbleiterbeleuchtungsprojekts". Es übernimmt zahlreiche Großprojekte im Rahmen der nationalen Programme „863" und „973" und verfügt über eine nationale Postdoktorandenforschungsstation sowie ein nationales Unternehmensforschungszentrum.
  
    Osram wurde 1919 gegründet und ist heute einer der weltweit größten Leuchtmittelhersteller. Zusammen mit Philips Lighting und GE Lighting zählt es zu den drei großen Beleuchtungsgiganten der Welt. Osram hat seinen Hauptsitz in München, Deutschland, und beschäftigt weltweit in über 150 Ländern mehr als 40.000 Mitarbeiter. Osram nimmt eine weltweit führende Position bei Halbleitertechnologien wie LED und OLED ein, wobei der Umsatz mit LED-Produkten rund 25 % des Gesamtumsatzes von Osram ausmacht. Von Komponenten bis hin zu Lichtmanagement-Lösungen ist Osram in der gesamten LED-Wertschöpfungskette tätig und hält 8.000 LED-Patente.
  
    Im Jahr 2013 wurde Osram aus dem Siemens-Konzern ausgegliedert und an die Börse gebracht. In der aktuellen Aktionärsstruktur von Osram hält Siemens 17 % der Anteile. Darüber hinaus verfügt Siemens über die Siemens Pension Trust EV, die 2,5 % der Anteile hält. Somit entfallen insgesamt rund 20 % der Osram-Anteile auf Siemens.
  
    Im Juli dieses Jahres hat Osram formell zugestimmt, seine Tochtergesellschaft LEDVANCE zu verkaufen. Das gewinnende chinesische Konsortium bot über 400 Millionen Euro (etwa 439 Millionen US-Dollar). Zum Konsortium gehören der strategische Investor IDG, das chinesische Beleuchtungsunternehmen MLS (Mulinsen) und der Finanzinvestor Yiwu State-owned Assets Operation Center.
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