Zurück zu Nachrichten

Serie „Guangqi/Chengjiu“, Teil 2: Ein Überblick über die landesweiten Stadterneuerungsinitiativen – aktueller Stand, Investitionen, Nutzen und Wege aus der Sackgasse

Quelle: China Light Aufrufe: 2125



Heute stellen wir Ihnen auf leicht verständliche Weise

die Pläne, Investitionen, Projekte, Nutzen, Herausforderungen sowie Lösungsansätze der landesweiten Stadterneuerungsinitiative kurz und prägnant vor

und bereiten damit den Weg für die kommende Spezialreihe zur Beleuchtungstechnik vor.











Erster Teil

Landesweite Stadterneuerung: In einem bisher nie dagewesenen Ausmaß

Seit dem offiziellen Start der Stadterneuerungsinitiative haben nahezu alle Städte auf Präfektur‑ und höherer Ebene entsprechende Umsetzungspläne vorgestellt und koordinierte Steuerungsmechanismen etabliert. Zahlreiche Städte haben eigens Behörden oder Zentren für Stadterneuerung eingerichtet, um die Projektumsetzung zu bündeln.

Insgesamt betrachtet: Die Anzahl der Projekte bleibt auf hohem Niveau, das Investitionsvolumen ist enorm. Bis Ende 2024 wurden landesweit bereits über 60.000 Stadterneuerungsprojekte realisiert; die jährlichen Investitionen beliefen sich auf rund 2,9 Billionen Yuan. Mehr als 410 Städte haben Lenkungskomitees für die Stadterneuerung eingerichtet, über 20 Städte haben spezielle Behörden eingerichtet, und auf Provinzebene sind umfassende Aufsichts‑ und Leistungsbewertungssysteme eingeführt worden. Für die Periode des 15. Fünfjahresplans wird ein Gesamtinvestitionsvolumen von 15 bis 20 Billionen Yuan erwartet.

Nach Art der Erneuerung: Schwerpunkte liegen in acht Bereichen – Sanierung alter Wohnviertel, Revitalisierung von Stadtquartieren und Industriegebieten, Umbau ländlicher Siedlungen im urbanen Raum, Modernisierung der Infrastruktur, Erhalt historischer Stadtbilder, Entwicklung intelligenter und klimafreundlicher Städte – mit dem Ziel, bis 2030 moderne urbane Räume zu schaffen, die sicherer, lebenswerter, smarter, grüner und menschenfreundlicher sind.

Aus Sicht der Nutzenverteilung: Eine breit angelegte Nutzenverteilung steht im Vordergrund; die Sanierung alter Wohnanlagen bildet den Hauptbaustein für die Verbesserung der Lebensbedingungen – mehr als 160.000 Wohnanlagen und über hundert Millionen Haushalte profitieren davon. Nebenstraßen, Uferbereiche und Einkaufsviertel werden zu Schwerpunkten der städtebaulichen Aufwertung; gleichzeitig werden Lücken in der Infrastruktur wie intelligente Straßenlaternen, modernisierte Versorgungsnetze, energieeffiziente Beleuchtung und komfortable Parkmöglichkeiten geschlossen.

Von der Umsetzungsweise her: Der Ansatz entwickelt sich von punktuellen Kleinsanierungen hin zu quartiersbezogenen, flächendeckenden Entwicklungsprojekten, wobei Planung, Funktionsverbesserung und die Aktivierung neuer Nutzungsformen gleichzeitig vorangetrieben werden.


Zweiter Teil

Umfassende Effekte zeigen sich: Nicht nur „schön“, sondern auch „praktisch“

Nach mehreren Phasen der Umsetzung treten die vielfältigen positiven Effekte der Stadterneuerung nun deutlich zutage:

Soziale Vorteile: Das Wohnumfeld hat sich spürbar verbessert; Defizite bei Straßen, Beleuchtung, Parkplätzen, Sicherheit und Grünflächen werden rasch behoben, was das Sicherheitsgefühl und die Lebenszufriedenheit der Bevölkerung deutlich steigert.

Wirtschaftliche Vorteile: Die effektive Ausweitung produktiver Investitionen stimuliert die gesamte Wertschöpfungskette – von Planung und Bau über Baumaterialien bis hin zu Beleuchtung und Betrieb. Gleichzeitig werden durch die Gestaltung attraktiver Nachtlandschaften und die Belebung städtischer Quartiere die Nachtwirtschaft, der Tourismus sowie das kommerzielle Leben nachhaltig angekurbelt.

Governance‑Vorteile: Durch die Stadterneuerung wird die Governance gestärkt: Intelligente Straßenlaternen, integrierte Netzwerksteuerung und fein abgestimmte Betriebsführung werden sukzessive eingeführt, sodass die Stadtverwaltung von einer eher groben, ungenauen Steuerung zu einer präzisen, datengestützten Verwaltung übergeht.

Ökologische und kulturelle Vorteile: Lichtverschmutzung wird streng kontrolliert, energieeffiziente und klimafreundliche Beleuchtung wird gefördert; historische Viertel und alte Gebäude bewahren bei der Sanierung ihre charakteristischen Strukturen, wodurch die Städte nicht nur ästhetisch ansprechender, sondern auch identitätsstärker werden.


Dritter Teil

Reale Herausforderungen: Unvermeidliche Hürden auf dem Weg zur Umsetzung

Hinter den beeindruckenden Ergebnissen stehen jedoch einige häufige Probleme, denen sowohl die Branche als auch die Regierung gegenüberstehen:

1. Finanzierungsschwierigkeiten: Viele Projekte sind stark gemeinwohlorientiert, bringen nur geringe direkte Einnahmen und belasten die öffentlichen Haushalte erheblich. Reine staatliche Mittel reichen kaum aus, während private Investoren aufgrund unklarer Renditeaussichten zögern.

2. Komplexität bei Genehmigungen und Koordination: In Altstädten sind Eigentumsverhältnisse oft kompliziert, es gibt zahlreiche planerische Einschränkungen und viele beteiligte Akteure. Von der Projektgenehmigung über die Planung bis hin zum Bau und der Abnahme sind lange Prozesse und viele Schnittstellen erforderlich, was die Projektumsetzung verzögert.

3. Schwere Konzentration auf den Bau, mangelnde Betriebsführung: Viele Projekte werden nach der Fertigstellung einfach übergeben und danach vernachlässigt; dadurch bleiben lukrative Einnahmequellen wie Nachtbeleuchtung, Werbeflächen, Parkplätze oder Daten‑Dienste ungenutzt, und im späteren Betrieb fehlen Geld und Personal.

4. Uneinheitliche Standards und Kontrollen: Bei manchen Projekten herrscht eine Tendenz, „Äußerlichkeiten“ über Inhalte zu stellen: Einrichtungen wie Beleuchtung entsprechen oft keinen einheitlichen Normen, was zu Problemen wie Lichtverschmutzung, übermäßigen Energieverbrauch und unzureichender Wartung führt – ganz zu schweigen von fehlender ganzheitlicher Überwachung über den gesamten Lebenszyklus.


Teil Vier

Politische Maßnahmenpakete: Lösungen für diese Hindernisse

Angesichts dieser Herausforderungen haben sowohl die zentrale als auch die lokale Ebene klare Strategien entwickelt, um die bestehenden Engpässe zu überwinden:

1. Finanzierung: Diversifizierte Mittelbeschaffung

Zentralstaatliche Zuschüsse, lokale Haushaltsmittel, spezielle Anleihen zur Stadterneuerung sowie ultralange Sonderstaatsanleihen werden gemeinsam eingesetzt; politische Banken erhöhen ihre Kreditvergabe, und die Kombination aus speziellen Anleihen und marktorientierten Finanzierungen wird gefördert. Außerdem werden Pakete aus gemeinwohlorientierten und gewinnorientierten Projekten unterstützt, und die Rückfinanzierung von Infrastruktur durch Einnahmen aus Werbung, Parkplätzen, Nachttouren und kommerziellen Aktivitäten wird aktiv vorangetrieben.

2. Modellwahl: Langfristige Mechanismen

Die EPC+O‑Methode, integrierte Investitions‑Bau‑Betriebsmodelle, Konzessionsvergaben sowie EMC‑Energiesparlösungen werden verstärkt angewendet, um den Übergang von der reinen Ingenieur‑ zu einer operativen Denkweise zu fördern und von „Einmal‑Projekten“ hin zu einem Management über den gesamten Lebenszyklus zu gelangen.

3. Genehmigungsprozesse: Vereinfachung und Beschleunigung

Maßnahmen wie vereinfachte Genehmigungen für Klein‑Sanierungen, flexible Planungsregelungen sowie gemeinsame Abnahmen senken die Kosten für die Projektumsetzung. Für Grundstücke und Genehmigungen gilt eine Übergangsfrist für bestehende Flächen, um die Hürden für Sanierungsprojekte weiter abzubauen.

4. Regulierung: Standardisierung und geschlossene Kreisläufe

Ein Mechanismus zur Verknüpfung von Stadt‑Check‑ups und Stadterneuerung wird eingeführt; die Registrierung von Projekten, die Kostenkontrolle, die Ausschreibungsnormen sowie die vollständige Auditierung werden verschärft, um versteckte Schulden zu verhindern und eine starke Leistungsorientierung zu gewährleisten.


Fünfter Teil

Beleuchtungsbranche: Am goldenen Wendepunkt der Stadterneuerung

Für die Beleuchtungsbranche stellt die Stadterneuerung keine vorübergehende Modeerscheinung dar, sondern einen langfristigen Hauptwachstumstreiber.

Ob es um die sichere Straßenbeleuchtung geht, die die Sicherheit der Bürger gewährleistet, oder um die dynamische Gestaltung attraktiver Nachtlandschaften; ob es um die klimafreundliche Sanierung geht oder um intelligente Straßenlaternen, kombinierte Mastsysteme und integrierte Netzwerksteuerung – Beleuchtung ist längst kein bloßes Zubehör mehr, sondern eine unverzichtbare Infrastruktur und ein wertsteigernder Faktor der Stadterneuerung.





Bild

Das große Kapitel der Stadterneuerung ist eröffnet, und der Wert von Licht und Schatten rückt immer stärker in den Vordergrund.

Mit Licht als Vermittler und der Stadt als Leinwand: Licht entfaltet neue Möglichkeiten, die Stadt gestaltet die Zukunft.




Autorenprofil



921-3.png


Qian Zongming, Generalsekretär der Jiangsu‑Beleuchtungsvereinigung und geschäftsführender Direktor des Jiangsu‑Instituts für Beleuchtungs‑Forschung und -Planung

Langjährige Lehrtätigkeit im MBA‑Programm sowie Forschung und praktische Anwendung in den Bereichen Beleuchtungsökonomie und Nachttourismus‑Theorie.


Dieser Artikel stammt vom Jiangsu‑Beleuchtungsverein, Autor Qian Zongming.

China Light

Offizielle Website der China Association of Lighting Industry und umfassende Medienplattform der Beleuchtungsbranche. Wir bieten nicht nur verlässliche und zeitnahe Informationen zur Beleuchtung, sondern verstehen uns auch als Wachstumspartner für Unternehmen. Von Markenförderung und Kanalerweiterung über Beratung, Talentförderung und Mitarbeit an der Normung bis hin zu weiteren Leistungen bieten wir umfassende professionelle Services, damit Unternehmen Qualität und Effizienz steigern und gemeinsam die hochwertige Entwicklung der Beleuchtungsbranche vorantreiben können.

Kontakte für Kooperationen

仇纯 (Frau): 158 6155 3579

顾君 (Herr): 137 7157 5253

Urheberrechtshinweis

Artikel von China Light sind urheberrechtlich geschützt. Bitte geben Sie bei Nachdruck die Quelle an.

Nachdrucke bedeuten nicht, dass China Light die Ansichten unterstützt.

Bei Urheberrechts- oder Inhaltsfragen rufen Sie bitte 0510-85188298 an.