GM spielt wieder mit Spitzentechnologie – die Scheinwerfer leuchten, wohin Sie blicken
Bereits im letzten Jahr hatte GM Eye-Tracking-Technologie in Fahrzeugsystemen eingesetzt, um die Augen- und Kopfbewegungen des Fahrers zu überwachen und zu erkennen, ob ein Müdigkeitsfahren vorliegt, basierend darauf, wie lange die Augen geschlossen bleiben sowie auf der Position und Dauer von Kopfbewegungen. Doch GM scheint nicht vorzuhaben, bei einer solch fortschrittlichen Technologie stehenzubleiben. Jetzt haben sie diese auf die Scheinwerfer angewendet – wohin der Fahrer blickt, dorthin leuchtet der Scheinwerfer.

Diese Technologie namens "Headlights" sieht wie eine verbesserte Version einer Taschenlampe aus. Das System analysiert umfassend die Richtung des Scheinwerferlichts basierend auf der aktuellen Fahrgeschwindigkeit, der geografischen Lage und den Verkehrsbedingungen. Die Eye-Tracking-Technologie spielt hier eine Rolle dabei, die Bewegungsrichtung der Augen des Fahrers zu erkennen, und die Scheinwerfer werden dann über einen Schrittmotor zeitnah angepasst, was deutlich benutzerfreundlicher ist als ein einfaches und grobes Kurvenlichtsystem.

Autobesitzer müssen sich keine Sorgen machen, ob ihre Augen zu klein oder das Innenlicht zu schwach ist. Die für die Überwachung verwendeten Sensoren sind ein Set aus Infrarotstrahlen und Fotodioden, die die Augen des Fahrers mit einer Frequenz von 50 Mal pro Sekunde wiederholt scannen und zur Verarbeitung an den Computer übergeben. Gleichzeitig passen die Scheinwerfer sofort ihre horizontale und vertikale Position an, um sicherzustellen, dass sie jede Stelle beleuchten, die der Fahrer sieht.

Tatsächlich ist die Entwicklung eines zuverlässigen adaptiven Kurvenlichtsystems an sich keine leichte Aufgabe – man muss die Lenkbeziehung zwischen Fahrzeuggeschwindigkeit und Scheinwerferlicht berücksichtigen. Die Einführung von Headlights wird dieses System noch komplexer machen, und es besteht kein Zweifel, dass es den Autofahrern mehr Komfort bringen wird. Obwohl GM keinen Zeitplan für die Massenproduktion genannt hat, haben sie bereits mit realen Fahrzeugtests an einem Opel begonnen. Wenn sich Autofahrer in Zukunft nachts im Straßenverkehr begegnen und sich streiten wollen, können sie sich wirklich gegenseitig anstarren.
