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Expo-Nachtansicht: Ein LED-Fest

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Wenn man auf einer Fähre zwischen den beiden Ufern des Huangpu-Flusses sitzt oder durch die Alleen des Expo-Parks fährt, kommen einem sofort Redewendungen wie „glanzvoll", „strahlend" und „farbenprächtig" in den Sinn. Ein Großteil des Lichts im Park stammt von sogenannten „LED"-Bauteilen, deren vollständiger Name „Licht emittierende Diode" lautet – ein Halbleiterbauelement in fester Form, das elektrische Energie in sichtbares Licht umwandelt. Millionen und Abermillionen LEDs sind es, die den Shanghai-Expo-Park erstrahlen lassen.
Der Ölpavillon trägt den Spitznamen „Ölwürfel", und seine Außenwand kann nachts verschiedene Farben annehmen: schwimmende Delfine, das blaue Meer, die riesige Schrift „EXPO2010", braune Sandmeere und schwarzes Öl – alles lässt den Besucher glauben, mitten darin zu sein.
Neben dem „Ölwürfel" befindet sich der Coca-Cola-Pavillon, den die Besucher liebevoll „Colaflasche" nennen. Eine 15 Meter hohe Riesen-Cola-Flasche ist in die Mitte des Gebäudes eingelassen. Laut Bi Huaxin, Marketingdirektor von Coca-Cola China für die Weltausstellung, ist dies die größte flaschenförmige LED-Anzeige im weltweiten System des Unternehmens. Das Innere ist vollständig mit Stahlgerüsten gebaut, die gesamte „Flasche" wiegt über 10 Tonnen und verwendet über 3.000 in Deutschland hergestellte LED-Leuchtstreifen. Besonders einzigartig ist, dass es aufgrund der Materialeigenschaften von LEDs zuvor noch nie einen flaschenförmigen Bildschirm gab – wahrhaftig der erste der Welt. Nachts sind die ständig blinkenden Landesflaggen und Expo-Logos auf der „Flasche" besonders auffällig.
Der Shanghai Corporate Joint Pavilion neben der Colaflasche wird „Zauberwürfel" genannt. Dieser tagsüber unscheinbar wirkende quaderförmige Bau verwendet über 20.000 LED-Leuchtstreifen mit einer Gesamtlänge von etwa 110.000 Metern, aufgeteilt in 129 unabhängig gesteuerte Felder, die dreidimensionale Rechtecke bilden können. Die „Verbindungsfäden" zwischen diesen Leuchtröhren bestehen aus „transparentem Polycarbonat-Kunststoffrohr", dessen sperriger Rohstoff aus alten CDs stammt. Berichten zufolge fallen in Shanghai jährlich bis zu 30 Millionen alte CDs an, von denen nur 25 % recycelt werden. Wenn sie zu Kunststoffrohren verarbeitet würden, würde dies nicht nur Ressourcen sparen, sondern wäre auch sehr umweltfreundlich.
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