Gewinnrückgang um 19,6 %, Zahl der verlustbringenden Unternehmen um 8 % gestiegen: Wirtschaftliche Analyse des Beleuchtungssektors im ersten Halbjahr 2026
Seit Beginn dieses Jahres ist die Beleuchtungsbranche aufgrund externer Faktoren wie der schwachen Nachfrage auf den ausländischen Märkten und der beschleunigten Anpassung der globalen Lieferketten sowie durch interne Herausforderungen wie den anhaltenden Rückgang des heimischen Immobilienmarktes und eine schwache Konsumnachfrage erheblich unter Druck geraten. Insgesamt zeigte sich in der ersten Jahreshälfte in China ein klarer Trend: Die Produktion stand unter Druck, die Unternehmensgewinne gingen zurück, der Außenhandel stagnierte, und das Branchenvolumen tendierte zur Stabilisierung. Dieser Beitrag bietet eine kurze Übersicht über die wirtschaftliche Entwicklung der chinesischen Beleuchtungsbranche im Zeitraum Januar bis Juni 2026.
I. Produktionsdruck und insgesamt stabile Produktionsmengen
In der ersten Jahreshälfte verlangsamte sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum der chinesischen Beleuchtungsbranche deutlich, was zu einem deutlichen Gegensatz zum robusten Abschneiden des Gesamtindustriemarktes führte. Nach Schätzungen betrug das kumulierte Wachstum des industriellen Mehrwerts der großen Beleuchtungsunternehmen in der ersten Jahreshälfte –4,2 %, rund fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum; dies liegt 9,6 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der großen Industrieunternehmen Chinas. Monat für Monat lag das Wachstum des industriellen Mehrwerts zwar weiterhin im negativen Bereich, doch der Rückgang verlangsamte sich zunehmend. Dies deutet darauf hin, dass sich die Produktionsaktivitäten zwar insgesamt abschwächen, die Produktionsbereitschaft der Unternehmen jedoch schrittweise erholt.

Die Produktionsdaten der großen Beleuchtungsunternehmen zeigen, dass die Produktion von Lampen und Beleuchtungsgeräten stabil zulegte – mit einem kumulierten Zuwachs von über 4 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf die starke Unterstützung wichtiger Produktionsregionen wie Guangdong und Zhejiang zurückzuführen. Die Produktion elektrischer Lichtquellen blieb nahezu unverändert; das Wachstum lag bei weniger als 2 %.

II. Stabilisierung des Branchenvolumens, sinkende Unternehmensgewinne
Unvollständigen Statistiken zufolge blieb die Zahl der großen Beleuchtungsunternehmen in der ersten Jahreshälfte nahezu unverändert; die Qualität des Wachstums lässt jedoch zu wünschen übrig. Insgesamt haben die Unternehmen ihre Gesamtgröße durch Gewinnverzicht stabilisiert.
Nach Berechnungen stieg der Umsatz der großen Beleuchtungsunternehmen im ersten Halbjahr um etwa 2 %, was 4 Prozentpunkte unter dem nationalen Industriedurchschnitt liegt. Der kumulierte Gewinn der großen Beleuchtungsunternehmen ging um 19,6 % zurück – rund 30 Prozentpunkte unter dem nationalen Industriedurchschnitt. Die Umsatzrendite der großen Beleuchtungsunternehmen liegt bei etwa 3 %, 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr und rund 3 Prozentpunkte unter dem nationalen Durchschnitt. Hinsichtlich der Verluste zeigt sich, dass die Zahl der defizitären Unternehmen in den ersten sechs Monaten um über 8 % gestiegen ist, während die Verluste im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 % zugenommen haben.
Umfragen der Vereinigung unter einzelnen Unternehmen deuten darauf hin, dass der Rückgang der Unternehmensgewinne auf mehrere Faktoren gleichzeitig zurückzuführen ist:
Erstens fehlt die effektive Nachfrage; der Binnenmarkt ist insgesamt schwach. Die meisten Inlandshändler verzeichneten in der ersten Jahreshälfte einen Umsatzrückgang von etwa 50 % gegenüber dem Vorjahr, was die Unternehmenserlöse direkt belastete.
Zweitens steigt der Kostendruck kontinuierlich. Die Preise für Rohstoffe wie Kupfer und Silber sowie für elektronische Bauteile und Kunststoffteile sind gestiegen; zusätzlich sind die Transportkosten hoch. Dadurch sind die Gesamtherstellungskosten der Unternehmen im Schnitt um 5 % bis 15 % angestiegen.
Drittens besteht ein Ungleichgewicht zwischen Preisen und Kosten. Der Wettbewerb auf den nachgelagerten Märkten ist hart; die Endprodukte werden nicht teurer, sondern sogar billiger, sodass die gestiegenen Kosten nicht wirksam an die Kunden weitergegeben werden können. Die Bruttomarge rückt immer näher an die Verlustgrenze heran, und der Gewinnspielraum wird drastisch eingeengt.
Viertens beeinflussen Wechselkursschwankungen die Ergebnisse. Die starke Aufwertung des Renminbi gegenüber dem US‑Dollar hat die aktuellen Gewinne exportorientierter Unternehmen direkt geschmälert. Diese Faktoren greifen ineinander und führen insgesamt zu einem Rückgang der Unternehmensgewinne.
III. Außenhandelsmarkt: „Anfang hoch, Ende niedrig“ – Exportvolumen erholt sich gegenüber dem Vormonat
Im ersten Halbjahr entwickelte sich der Außenhandel der chinesischen Beleuchtungsbranche gemäß dem Muster „Anfang hoch, Ende niedrig, mit einer allmählichen Erholung gegenüber dem Vormonat“.
Erstens hat sich das Gesamtvolumen stabilisiert und zeigt im zweiten Quartal eine positive Monatsentwicklung. Laut Daten der Generalzollverwaltung belief sich das Gesamtexportvolumen chinesischer Beleuchtungsprodukte von Januar bis Juni auf rund 24,1 Milliarden US‑Dollar, ein Rückgang von etwa 7 % gegenüber dem Vorjahr. Obwohl der Trend weiterhin rückläufig ist, zeigt sich ein unregelmäßiges „N“-Muster: Im ersten Quartal waren die Schwankungen stark, bedingt durch den versetzten Zeitpunkt des chinesischen Neujahrsfestes und die Anpassung der Auslandsnachfrage; im zweiten Quartal stabilisierte sich das Exportvolumen schrittweise. Dank der ersten Erfolge bei der Erschließung neuer Märkte sowie der positiven Effekte der Politik zur Stabilisierung des Außenhandels stieg das Exportvolumen im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um 12 %, und die monatlichen Rückgänge wurden sukzessive kleiner. Im Juni belief sich das Exportvolumen auf rund 4,2 Milliarden US‑Dollar, nur noch knapp 2 % unter dem Vorjahresniveau; der Rückgang gegenüber Mai verringerte sich um etwa 7 Prozentpunkte, was eine deutliche Erholung signalisiert.

Zweitens differenzieren sich die Produktstrukturen zunehmend; neue Wachstumsprodukte wachsen gegen den Trend. Das Exportvolumen von Lampen und Leuchten erreichte rund 17,7 Milliarden US‑Dollar, ein Rückgang von 9 % gegenüber dem Vorjahr; damit entfällt weiterhin ein Großteil des Gesamtexports (74 %) auf diese Kategorie. Elektrische Lichtquellen hingegen zeigen eine gegenteilige Entwicklung: Die Gesamtmenge stieg um etwa 13 % auf rund 14,2 Milliarden Stück, während der Exportwert um 5 % sank. LED‑Lichtquellen verzeichneten ein Exportvolumen von etwa 9,4 Milliarden Stück, ein Anstieg von rund 27 % gegenüber dem Vorjahr; sie machen 66 % des gesamten LED‑Exportvolumens aus – ein Plus von 7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Darunter sind LED‑Module mit einem Exportvolumen von etwa 6,1 Milliarden Stück, ein Anstieg von 46 % gegenüber dem Vorjahr; allerdings liegt der Durchschnittspreis pro Stück bei nur 0,03 US‑Dollar, ein Rückgang von 52 % gegenüber dem Vorjahr. Der Exportmarkt konzentriert sich stark auf fünf Länder – Indien, Pakistan, Vietnam, Ägypten und Kambodscha –, die zusammen 64 % des Gesamtexports ausmachen.
Photovoltaik‑LED‑Beleuchtung ist die einzige Kategorie innerhalb der Lampenprodukte, die sowohl beim Exportwert als auch beim Durchschnittspreis zulegt: jeweils um 5 % bzw. 12 % gegenüber dem Vorjahr. Länder wie die USA, Deutschland und Frankreich importieren verstärkt aufgrund ihrer Energiepolitik, während afrikanische Staaten wie Nigeria und die Philippinen mit hoher Nachfrage nach netzunabhängigen Lösungen ebenfalls ihre Einkäufe erhöhen. Der Export von Fahrzeugbeleuchtung erreichte rund 2,4 Milliarden US‑Dollar, ein Anstieg von 6 %; der Durchschnittspreis stieg um 8 %, sodass sowohl Menge als auch Preis stabil wachsen. Traditionelle elektrische Lichtquellen verzeichneten ein Exportvolumen von etwa 600 Millionen Stück, ein Rückgang von 21 %. Der Exportwert traditioneller elektrischer Lichtquellen sank um 9 %, da sie im Zuge des weltweiten Trends zur LED‑Umrüstung zunehmend vom Markt verschwinden. Insgesamt wachsen Photovoltaik‑Beleuchtung und Fahrzeugbeleuchtung als neue Wachstumsprodukte gegen den Trend, während traditionelle Lichtquellen und allgemeine Lampen weiterhin unter Druck stehen. Die Branche wandelt sich rasch von einer Strategie des „Volumen‑Exports“ hin zu einer des „Wert‑Exports“.
Drittens stehen traditionelle Märkte unter Druck, während neue Märkte wachsen. Aufgrund mangelnder Auslandsnachfrage, zollpolitischer Unsicherheiten, Anpassungen der globalen Lieferketten sowie logistischer Engpässe sind die traditionellen Hauptmärkte für chinesische Beleuchtungsexporte unter Druck.

Der US‑Markt verzeichnete ein Exportvolumen von 4,5 Milliarden US‑Dollar, ein Rückgang von 13 % gegenüber dem Vorjahr; sein Anteil am Gesamtexport sank von etwa 27 % im Jahr 2021 auf aktuell 19 %.
Der europäische Markt exportierte rund 6,4 Milliarden US‑Dollar, ein leichter Rückgang von 2 % gegenüber dem Vorjahr; sein Anteil beträgt 27 %, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Innerhalb Europas gibt es deutliche Unterschiede: Niederlande und Spanien verzeichnen dank Photovoltaik‑ und Energiesparmaßnahmen ein Exportwachstum von jeweils 23 % bzw. 17 %, Frankreich legt um 4 % zu.
Afrikanische Märkte zeigen besonders dynamisches Wachstum. Der afrikanische Markt exportierte rund 1,8 Milliarden US‑Dollar, ein Anstieg von 6 %; Länder wie Nigeria, Südafrika und Ägypten halten ihr Wachstum aufrecht, während Côte d’Ivoire um 33 % zulegt und Marokko um 9 % wächst. Chinas vollständige Umsetzung der Null‑Zoll‑Politik gegenüber afrikanischen Staaten hat die institutionellen Grundlagen weiter gefestigt, sodass der strategische Wert des afrikanischen Marktes weiter steigt.
Russland und Indien verzeichnen jeweils ein Gegen‑Trend‑Wachstum von 12 % bzw. 13 % und gehören zu den wenigen Märkten unter den Top Ten, die ein positives Wachstum verzeichnen.
Die Länder der „Belt and Road Initiative“ exportierten rund 11,8 Milliarden US‑Dollar, ein Rückgang von 7 %, aber sie machen weiterhin 49 % des gesamten chinesischen Beleuchtungsexports aus – ein solider Marktfundament.
Die traditionellen europäischen und amerikanischen Märkte schrumpfen, während neue Märkte – insbesondere Afrika, Russland und Indien – zusätzliche Wachstumsimpulse liefern. Die Strategie der Diversifizierung des Außenhandels zeigt erste Erfolge.
Viertens bleibt das „Zwei‑Super“‑Modell der Produktionsregionen stabil; Guangdong und Zhejiang verzeichnen ein stetiges Wachstum. Trotz des allgemeinen Rückgangs der chinesischen Beleuchtungsprodukte bleiben Guangdong und Zhejiang, die beiden traditionellen Export‑Starken, im nationalen Ranking weiterhin stabil. Guangdong exportierte Lampen im Wert von etwa 9 Milliarden US‑Dollar, ein Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr; damit entfällt rund 38 % des nationalen Gesamtexports – Platz eins. Zhejiang exportierte rund 6,6 Milliarden US‑Dollar, ein Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr; damit entfallen rund 28 % des nationalen Gesamtexports – Platz zwei. Dies ist sowohl auf die gut entwickelten Cluster und die Resilienz der Lieferketten beider Provinzen zurückzuführen als auch auf die Tatsache, dass einige traditionelle Produktionsregionen mit Auftragsabflüssen und strukturellen Anpassungsdrücken konfrontiert sind.

Die Probleme der exportierenden Unternehmen konzentrieren sich vor allem auf den Kostendruck: Rohstoffe sind überall teurer geworden, die Buchung von Seefracht ist teurer, und zusätzliche CO₂‑Abgaben belasten die Unternehmen zusätzlich. Hinzu kommt die Verschärfung des brancheninternen Wettbewerbs: Um den Cashflow zu sichern, bieten Unternehmen oft sehr niedrige Preise an, was zu einem stetigen Rückgang des Exportpreisindex führt – häufig treten Phänomene wie „Einnahmen steigen, Gewinne nicht“ oder gar „Verluste trotz Mengensteigerung“ auf. Die neuen EU‑ErP‑Richtlinien sowie die Überprüfung der US‑301‑Zölle gegen China erhöhen die Compliance‑Kosten erheblich; südostasiatische Länder nutzen ihren Kostenvorteil bei Billigprodukten, um Aufträge abzuziehen. In den letzten Jahren haben einige Unternehmen die Ursprungsregeln Dritter genutzt, um Zollbarrieren zu umgehen, und Fabriken in Südostasien oder Mexiko errichtet, was zu einer Abwanderung von Bestellungen aus China geführt hat.
IV. Mangelnde Nachfrage auf dem heimischen Markt, anhaltend schwaches Konsumverhalten
Auf dem Markt hat sich die Nachfrage nach Beleuchtung aufgrund des anhaltenden Rückgangs der Immobilieninvestitionen sowie der Umstellung der Infrastrukturinvestitionen von positiv zu negativ weiter verschlechtert. Der fortlaufende Anpassungsprozess der Immobilienbranche belastet direkt die Nachfrage nach Wohn‑ und Projektbeleuchtung sowie verwandten Kategorien. Laut Daten des Handelsministeriums stieg der Einzelhandelsumsatz für Konsumgüter und Dienstleistungen in der ersten Jahreshälfte um 2,7 %; jedoch ist Beleuchtung als nicht lebensnotwendiges Gut relativ elastisch, sodass sich die Erholung deutlich langsamer als im Gesamtverbrauchermarkt abzeichnet. Unvollständigen Informationen zufolge war die Performance des heimischen Marktes in der ersten Jahreshälfte insgesamt schwach: Die meisten Händler verzeichneten einen Umsatzrückgang von etwa 50 % gegenüber dem Vorjahr, nur wenige Geschäfte liefen noch recht gut. Projekte im öffentlichen Sektor – etwa Straßenlaternen – verzeichnen zwar hohe Transaktionen, doch die Zahlungsausstände sind gravierend, sodass einige Laternenhersteller mit Liquiditätsengpässen kämpfen.
Abgesehen von diesen makroökonomischen Faktoren sind die Konsumerwartungen der Bevölkerung schwächer geworden, und das Konsumverhalten tendiert zunehmend zu pragmatischeren Entscheidungen. Daher verändert sich auch die allgemeine Beleuchtungsbranche entsprechend und zeigt folgende Merkmale:
Erstens nimmt die Kaufbereitschaft für Produkte mit hohem Preis‑Leistungs‑Verhältnis zu; viele Verbraucher reagieren weniger empfindlich auf Markenprämien und legen mehr Wert auf praktische Nutzwerte, sodass die Bereitschaft, preisgünstige, qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, zunimmt.
Zweitens erfreuen sich Beleuchtungsprodukte im neuen chinesischen Designstil großer Beliebtheit; Lampen im Stil der Song‑Dynastie gewinnen durch ihre kulturelle Tiefe und ästhetische Attraktivität zunehmend an Akzeptanz.
Drittens steigt das Interesse an gesunder Beleuchtung; Produkte wie All‑Spectrum‑Deckenlampen mit Funktionen für Gesundheit und Rhythmus finden bei Verbrauchern zunehmend Anklang.
Viertens ist die intelligente Ausstattung mittlerweile zum Standard geworden; intelligente Steuerung ist für die meisten Lampen zur Pflicht geworden.
Im zweiten Halbjahr 2026 wird die chinesische Beleuchtungsbranche ihren tiefgreifenden Anpassungsprozess fortsetzen und in der Phase der „Compliance‑Umstellung“ sowie der „Strukturumbildung“ den Wandel zwischen alten und neuen Wachstumsdynamiken beschleunigen. Die Gesamtentwicklung wird sich durch drei zentrale Trends kennzeichnen:
Erstens wird die nationale Marktaufsicht streng verstärkt, und die Wettbewerbsordnung der Branche wird beschleunigt normiert. Mit dem Fortschreiten des Aufbaus eines einheitlichen nationalen Marktes verändert sich die Wettbewerbslogik des heimischen Marktes zunehmend. In diesem Jahr wird die Nationale Kommission für Normung mehrere Produkte, die bisher selbstdeklariert wurden, wieder unter die obligatorische Dritt‑Partei‑3C‑Zertifizierung stellen. Zusätzlich verstärkt die Staatliche Behörde für Marktaufsicht die Kontrolle über Online‑Verkäufe von Lampen und führt neue nationale Standards ein. Damit werden Compliance‑Kosten zum entscheidenden Faktor für die Beschleunigung der Ausmerzung minderwertiger Produktionskapazitäten. Derzeit stellt der extrem niedrige Preis der vorgelagerten Komponenten ein Problem dar, da die nachgelagerten Endprodukte kaum die EMC‑Prüfung bestehen können; dies zwingt die Unternehmen dazu, ihre Lieferketten neu zu gestalten. Im zweiten Halbjahr werden schlecht ausgestattete, nicht konforme, steuer‑ und sozialversicherungsrechtlich unregelmäßige Unternehmen schneller vom Markt verschwinden; kurzfristig könnte dies den Markt beeinflussen. Langfristig jedoch ist dies ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu einer hochwertigen Entwicklung der Branche. Die Branche kehrt von der chaotischen „Preis‑Konkurrenz“ zu einer Strategie zurück, die auf Qualität, Compliance und Mehrwert setzt; die Marktkonzentration dürfte sich erhöhen.
Zweitens bleiben die traditionellen Außenmärkte weiterhin unter Druck, während die Erschließung neuer Märkte beschleunigt wird. Aufgrund geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Barrieren bleibt die Nachfrage auf den traditionellen europäischen und amerikanischen Märkten weiterhin schwach; Russland, Indien und die Länder der „Belt and Road Initiative“ werden zu den wichtigsten Triebkräften für die Stabilisierung des Außenhandels. Russlands Infrastrukturprojekte und Indiens Urbanisierung setzen zusätzliche Nachfrage frei; jedoch bergen diese Märkte Risiken wie Preissensibilität, verdeckte Zertifizierungen und lange Zahlungsfristen (Indien hat bereits im August die neue LED‑Lampen‑BIS‑Sicherheitsnorm eingeführt). Im zweiten Halbjahr müssen Unternehmen, die ins Ausland expandieren, die einfache Übertragung des inländischen Niedrigpreis‑Wettbewerbsmodells auf internationale Märkte aufgeben und stattdessen lokale Betriebsmodelle sowie differenzierte Produktangebote entwickeln. Durch den Aufbau lokaler Servicenetzwerke und maßgeschneiderter Forschungs‑ und Entwicklungsprojekte, die an die örtlichen Stromnetze angepasst sind, lassen sich Handelsbarrieren umgehen und angemessene Prämien erzielen.
Drittens werden Kosten‑Schwankungen zur Normalität, und die Gewinnwiederherstellung beruht auf „struktureller Innovation“. Im zweiten Halbjahr könnten die Preise für Rohstoffe und Komponenten weiter steigen, und die langen Lieferketten mit hohen Kosten werden den Gewinnspielraum der Unternehmen weiter belasten. Der Trend zur „roten Meeres“‑Konkurrenz im Bereich der allgemeinen Beleuchtung lässt sich nur schwer umkehren. Die zentrale Triebkraft zur Gewinnwiederherstellung wird daher stark auf strukturelle Innovationen setzen: Photovoltaik‑Speicherbeleuchtung in Regionen mit schwachen Stromnetzen in Asien, Afrika und Lateinamerika, hochwertige Prämien für Smart‑Home‑ und Gesundheits‑Rhythmus‑Beleuchtung sowie spezielle Fachbeleuchtung für Pflanzen und explosionsgeschützte Anwendungen – all dies wird zum Kernmotor, der die Stabilisierung und Erholung der Branchengewinne vorantreibt.
Angesichts dieser neuen Situation wird der Chinesische Verband der Beleuchtungs‑Elektrogeräte weiterhin seine Rolle als Bindeglied zwischen Industrie und Regierung wahrnehmen. Im zweiten Halbjahr plant der Verband, durch Veranstaltungen wie die Chinesische Beleuchtungsindustrie‑Konferenz sowie die Teilnahme an renommierten nationalen und internationalen Messen – etwa der Altstadt‑Lampenmesse und der russischen Beleuchtungs‑Ausstellung – gemeinsame Initiativen zu ergreifen, nationale und Gruppenstandards zu formulieren und aktiv die gesunde Entwicklung der Branche voranzutreiben.
In Zukunft wird die chinesische Beleuchtungsbranche vollständig in die Phase des hochwertigen Wettbewerbs um Wert eintreten. Nur wer die Compliance‑Grenzen strikt einhält, technologische Innovationen vertieft und seine Präsenz im Ausland präzise ausrichtet, kann im Zuge der Marktanpassung die Nase vorn behalten.
Der obige Artikel stammt vom Chinesischen Verband der Beleuchtungs‑Elektrogeräte; Autor: Chinesischer Verband der Beleuchtungs‑Elektrogeräte.