LED-Beleuchtung: Wettstreit um den Markt, 'Übernahme'-Trend zieht auf
Integration bedeutet Stärke, und Fusionen und Übernahmen sind zweifellos ein wirksamer Weg zur Ressourcenintegration. In der heutigen globalisierten Wirtschaft sind grenzüberschreitende Fusionen und Übernahmen ein wichtiger Weg für Unternehmen, um schnell Kapitalakkumulation, Ressourcenakquisition und Marktexpansion zu erreichen. Am Vorabend der LED-Beleuchtungsära ist die Sicherung des sich ausweitenden LED-Beleuchtungsmarktes durch M&A zum Konsens der Beleuchtungsbranche geworden. Nach dem Ausbruch der europäischen Schuldenkrise begrüßten die europäischen Länder im Allgemeinen chinesische Investitionen, was chinesischen Beleuchtungsunternehmen hervorragende grenzüberschreitende M&A-Möglichkeiten bot. Auf dieser Grundlage stieg im Jahr 2011 die M&A-Welle unter chinesischen LED-Beleuchtungsunternehmen stark an und entfachte einen 'LED-M&A-Wirbelwind'. Mit dem Eintritt in das Jahr 2012 wurde die M&A-Dynamik noch intensiver, wobei viele Übernahmeziele Weltklasse-Unternehmen waren. Die M&A-Welle unter chinesischen Beleuchtungsunternehmen wird zweifellos die Landschaft der chinesischen Beleuchtungsindustrie und sogar der globalen Beleuchtungsindustrie beeinflussen. Gleichzeitig muss jedoch auch daran erinnert werden, dass chinesische Beleuchtungsunternehmen bei Investitionen im Ausland oder bei der Übernahme ausländischer Unternehmen zielgerichtet und gezielt vorgehen und nicht blind auf Schnäppchenjagd gehen sollten.
Thema 1: Internationales Umfeld: Die beste Zeit für grenzüberschreitende M&A
Die Beteiligung chinesischer Unternehmen an grenzüberschreitenden Fusionen und Übernahmen ist erst eine Angelegenheit der letzten zwei Jahrzehnte. Von 1992 bis 2000 trat der erste Höhepunkt der Auslandsinvestitionen ein. Nach dem WTO-Beitritt Chinas im Jahr 2000 begann eine zweite Welle chinesischer Auslandsinvestitionen. Die erste Phase war hauptsächlich explorativ, mit M&A in kleinem Maßstab. In der zweiten Phase folgten M&A-Höhepunkte aufeinander, und chinesische Unternehmen erkannten, dass sie nur durch die Integration in das Weltwirtschaftssystem stärkere Überlebensfähigkeiten haben konnten. Die ersten chinesischen Unternehmen, die global gingen, waren Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgeräteunternehmen, repräsentiert durch Lenovo und TCL. Ihnen folgend starteten die Automobil- und Finanzindustrie in den Jahren 2006 und 2007 eine Reihe von M&A-Deals, die Marktbeachtung fanden. Gleichzeitig wurden auch Ressourcenunternehmen wie Öl und Mineralien zu einer chinesischen Kraft auf dem internationalen M&A-Markt. Doch in der neuen M&A-Welle hat sich der Umfang der M&A-Ziele chinesischer Unternehmen stark erweitert, mit einer breiteren Vision. Nachrichten über chinesische M&A-Deals in Engineering-Maschinen, Autos, Konsumgütern und sogar Luxusgütern tauchen weiterhin auf. Ab 2010 ist die chinesische Beleuchtungsindustrie nach und nach auf der Liste der Übernahmen im Ausland aufgetaucht. Einige Markenunternehmen wie NVC Lighting, MLS Lighting und Elec-Tech Lighting haben sich auf den Weg grenzüberschreitender Übernahmen begeben.
Im Jahr 2002 beliefen sich die chinesischen Auslandsinvestitionen durch Fusionen und Übernahmen auf nur 200 Millionen US-Dollar, im Jahr 2003 erreichten sie 834 Millionen US-Dollar — eine Vervierfachung mit rasantem Aufwärtstrend. 2004 erreichte allein die Übernahme des PC-Geschäfts von IBM durch Lenovo ein Volumen von 1,75 Milliarden US-Dollar. Laut Schätzungen von Lashham Global Consulting erreichte das grenzüberschreitende M&A-Volumen chinesischer Unternehmen im Jahr 2004 7 Milliarden US-Dollar. Nach Statistiken des Handelsministeriums investierten chinesische inländische Investoren im Jahr 2011 in 3.391 ausländische Unternehmen in 132 Ländern und Regionen weltweit im Rahmen nichtfinanzieller Direktinvestitionen im Ausland, mit kumulierten Direktinvestitionen von 60,07 Milliarden US-Dollar, wovon 23,428 Milliarden US-Dollar auf Übernahmeinvestitionen im Ausland entfielen. Sowohl was den Umfang als auch die Anzahl betrifft, wachsen die grenzüberschreitenden Fusionen und Übernahmen chinesischer Unternehmen stetig.
Mit dem Eintritt in das Jahr 2012 erreichten die Auslandsinvestitionen chinesischer Unternehmen einen neuen Höhepunkt: Am 31. Januar gab Sany Heavy Industry eine riesige Summe für die Übernahme des deutschen Maschinenbau-Giganten Putzmeister aus; am 3. Februar erwarb die State Grid Corporation 25 % des portugiesischen nationalen Energienetzunternehmens für 3,2 Milliarden Yuan...
Analysten zufolge ist der jetzige Zeitpunkt die beste Gelegenheit für chinesische Unternehmen, international zu expandieren: Erstens bieten die europäische Schuldenkrise und die US-Finanzkrise günstige objektive Bedingungen für die Expansion von Unternehmen ins Ausland; zweitens wurde durch frühere Investitionsprozesse in Ländern in Afrika, Lateinamerika und Asien umfangreiche Erfahrung gesammelt. Daher ist die Erfolgsquote von Unternehmen, die jetzt ins Ausland gehen, relativ hoch, und dasselbe gilt für die Beleuchtungs- und Lichtindustrie.
Thema 2, Branchenhintergrund: Marktschwäche treibt M&A-Upgrades von Unternehmen voran
Im Jahr 2011 waren LED-Chips überversorgt, die Preise sanken deutlich, während sich der Anwendungsmarkt noch nicht wirklich geöffnet hatte; die Gewinne der LED-Unternehmen gingen allgemein zurück. In der zweiten Jahreshälfte wurde häufig über die Insolvenz von LED-Herstellern berichtet, und die Marktdurchdringung blieb weiterhin schwach. Nicht nur kleine und mittelgroße LED-Beleuchtungshersteller in China waren davon betroffen — selbst große ausländische Markenhersteller von LED-Beleuchtung spürten den enormen operativen Druck.
Im ersten Halbjahr 2012 häuften sich die Nachrichten über den Marktaustritt weiterer LED-Hersteller, und eine Konsolidierung der Branche war unausweichlich. In der LED-Branche werden die Kerntechnologien auf der vorgelagerten Wertschöpfungsstufe jedoch weiterhin von ausländischen Unternehmen beherrscht. Da Kerntechnologien und enorme Gewinne in den Händen ausländischer Konzerne liegen, gleicht die Entwicklung chinesischer LED-Unternehmen einem Gang auf dünnem Eis. Die derzeitige Branchenstruktur – kleinteilig und geografisch verstreut – hemmt die Unternehmensentwicklung, sodass die chinesischen LED-Unternehmen ohne klare Führung dastehen.
Glücklicherweise regt das bevorstehende Zeitalter der LED-Beleuchtung Unternehmen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen dazu an, sich zusammenzuschließen, um Marktanteile zu gewinnen. Um ihren Wettbewerbsmarkt zu erweitern und ihre Kernkompetenz zu stärken, haben kapitalstarke Unternehmen begonnen, aktiv eine Ressourcenintegration voranzutreiben. Sie versuchen, Branchenressourcen durch Übernahmen und Fusionen zu konsolidieren und durch Akquisitionen ihre Produktlinien in verschiedene Bereiche auszudehnen, um ihre Marktposition zu festigen und auszubauen.
Vor diesem branchenweiten Hintergrund wird sich der Übernahme- und Fusionskampf in der chinesischen LED-Industrie künftig weiter verschärfen. Die Bereitschaft zur gegenseitigen Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen wird immer deutlicher, und eine gemeinschaftliche Entwicklung wird zum vorherrschenden Modell. Derzeit erweitern internationale Chiphersteller kontinuierlich ihren Tätigkeitsbereich stromabwärts oder suchen strategische Kooperationen mit Partnern in den Bereichen Verpackung und Anwendung. Auch traditionelle Markenhersteller im Bereich dekorative Beleuchtung steigen aktiv in die LED-Branche ein und streben eine Integration der gesamten Wertschöpfungskette an – von Materialien, Epitaxie, Chips, Verpackung und Anwendungen bis hin zu Vertriebskanälen und Marken –, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Unternehmen, die eine vertikale Integration von LED-Verpackung und -Anwendung betreiben, legen hingegen verstärkt Wert auf eine duale Entwicklungsstrategie: Einerseits streben sie eine unabhängige F&E an und expandieren vorgelagert in Richtung Epitaxie und Chips; andererseits nutzen sie ihre bestehenden Vertriebsnetze, um aktiv eigene Marken und Kanäle aufzubauen.
Thema 3: Branchentrends — Eine „Übernahmewelle" erfasst die LED-Branche
Bereits während der Finanzkrise 2008 hatte die Silan-Gruppe erfolgreich den Schritt ins Ausland vollzogen und eine kanadische Saphirfabrik vom US-Fortune-500-Unternehmen Honeywell übernommen; die Luming-Gruppe fusionierte mit der Optoelektronik-Sparte des US-Herstellers AXT für Verbindungshalbleiter-Leuchtmaterialien; auch Sunlit Lighting hatte sich mit Übernahmen frühzeitig auf die Erschließung der Übersee-Märkte für LED-Beleuchtung konzentriert. So erwarb das Unternehmen nacheinander eine 50-prozentige Beteiligung an der Hangzhou Hanguang Lighting für 13,5 Mio. RMB sowie eine Beteiligung von 30,188 % am japanischen Unternehmen LIREN. Wer im LED-Markt den Anschluss verpasst, läuft Gefahr, in der gesamten Beleuchtungsbranche ins Hintertreffen zu geraten. Im Jahr 2011 lösten die internationalen Beleuchtungsgiganten eine „Übernahmewelle" im LED-Sektor aus, wobei einige finanzstarke Unternehmen ihre Marktstellung durch Fusionen und Übernahmen, Allianzen zwischen führenden Akteuren sowie die vertikale Integration der Wertschöpfungskette festigten. Nach der Übernahme des LED-Lampenherstellers Pacific durch Depu Technology im August und dem Abschluss der Übernahme von National Semiconductor durch Texas Instruments am 23. September gab OSRAM am 1. Juli 2011 den Abschluss der Übernahme des deutschen Beleuchtungsunternehmens Siteco bekannt und ernannte den ehemaligen Siteco-CEO Klaus-Gunter
Vennemann ist Leiter der Geschäftseinheit Professional Lighting bei Osram. In der Folge gaben GE Lighting, CREE, Philips, das japanische Unternehmen Endo Lighting sowie das in Berlin ansässige Unternehmen LayTec Übernahmemeldungen bekannt, mit dem Ziel, Technologien zu erwerben oder in den LED-Markt einzutreten.
Die Branchenriesen im LED-Bereich richteten ihren Blick ab 2011 auf die Zukunft und beschleunigten ihre LED-Beleuchtungsstrategie kontinuierlich durch Übernahmen, Zusammenschlüsse, Erweiterungen und interne Integrationen. Sie vermittelten dem Markt ihr Vertrauen in den künftigen LED-Beleuchtungsmarkt und signalisierten gleichzeitig, dass eine weitere große Ära der LED-Beleuchtung nicht mehr fern ist.
Die Branchenkonsolidierung ist zweifellos zu einem Branchentrend geworden, und das Bild, dass die Starken noch stärker werden, hat sich voll gezeigt. Unabhängig davon, ob die Konsolidierung auf Technologie oder Vertriebskanäle abzielt, dient sie dazu, die unmittelbar bevorstehende Ära der LED-Beleuchtung willkommen zu heißen. GE Lighting gab im vergangenen September den formellen Abschluss der Übernahme von Lightech bekannt. Mary-rose Sylvester, Präsidentin und CEO von GE Lighting, erklärte: „Der Abschluss der Übernahme von Lightech, einem weltweit führenden Unternehmen für LED-Elektroniktreiber, hat uns erstklassige Fachkräfte beschert. Die Treiber des Unternehmens erfüllen die Anforderungen an eine hocheffiziente Stromversorgung und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der weiteren Optimierung des LED-Systems von GE Lighting. Wie GE Lighting genießt auch das Team von Lightech einen hervorragenden Ruf für Innovation und Qualität und ergänzt das führende Technologie- und Designtalentteam von GE mit einer starken Kraft."#p#分页标题#e#
Die rasante Entwicklung einer neuen Branche geht stets Hand in Hand mit den ständigen Veränderungen der Unternehmenslandschaft, und die Halbleiterbeleuchtungsindustrie bildet da keine Ausnahme. Man kann sagen, dass es gerade strategische Kooperationen wie gegenseitige Übernahmen und Zusammenschlüsse zwischen Unternehmen waren, die die Entwicklung der globalen Halbleiterbeleuchtungsindustrie vorangetrieben haben. Das kontinuierliche Wachstum der Unternehmen hat zu weiteren technologischen Innovationen und einer zunehmenden Reife des Marktes geführt. Betrachtet man zahlreiche M&A-Fälle, so basieren Übernahmen und Zusammenschlüsse in der LED-Branche hauptsächlich auf folgenden Überlegungen: 1. Große internationale Unternehmen nutzen Übernahmen und Zusammenschlüsse, um in den Halbleiterbeleuchtungssektor einzutreten, die Wertschöpfungskette maximal zu erweitern und so Diversifizierungsstrategien zu realisieren sowie eine führende Position in der Branchenentwicklung einzunehmen, um die Gewinnmargen zu maximieren. 2. Kleine Unternehmen und aufstrebende Akteure verfolgen häufig horizontale Zusammenschlüsse mit komplementären Stärken, nutzen die Integration, um eigene Kräfte zu stärken, und steigern ihre Kernwettbewerbsfähigkeit. 3. Durch Zusammenschlüsse und Teilübernahmen werden Beschränkungen durch Patentrechte umgangen, um die Marktführerschaft zu erlangen.